Aktuelles aus Quedlinburg: Sanierung der Wipertistraße zwischen Hüttenweg und Brühlchaussee
In der Welterbestadt Quedlinburg hat in der vergangenen Woche die Instandsetzung eines etwa 600 Meter langen Abschnitts der Wipertistraße zwischen dem Hüttenweg und der Brühlchaussee begonnen.
Die Maßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Harz und der Welterbestadt Quedlinburg, da die Wipertistraße als Ortsdurchfahrt zur Kreisstraße 1360 gehört. Der Bereich ist voll gesperrt, der Verkehr zwischen Thale und Quedlinburg wird über die Landesstraße 85 und Westerhausen umgeleitet.
Die Straße befand sich aufgrund zahlreicher Schlaglöcher, häufiger Flickarbeiten und massiver Probleme bei der Niederschlagsentwässerung in einem miserablen Zustand. Mit über 1.000 Fahrzeugen pro Tag ist sie aber eine stark frequentierte Verkehrsachse. Landrat Thomas Balcerowski (CDU) betonte beim Baubeginn nicht zuletzt auf Grund dessen, dass die Investition gut angelegtes Geld sei. Zugleich betonte er die Wichtigkeit der Straße und die fristgerechte Fertigstellung der Bauarbeiten. Laut aktuellen Planungen dauern diese bis zum 18. Dezember 2026.
In dem betroffenen Abschnitt wird die Fahrbahn auf sechs Meter verbreitert. Zudem werdendie beidseitigen Bankette, der Entwässerungsgraben sowie die Nebenanlagen grundlegend erneuert. Die Arbeiten erfolgen im Hocheinbau. Dabei wird die bestehende Fahrbahndecke abgefräst und die neue Fahrbahnschicht auf die alte Straßenbefestigung aufgetragen. Die Leitungen für Strom und Telefon sowie Leerrohre werden unter dem neuen Gehweg verlegt. Dieser wird, künftig 2,5 Meter breit und auch für den Radverkehr freigegeben.
Die Gesamtkosten des Projektes betragen eine Million Euro. Davon trägt die Welterbestadt 400.000 Euro für die Nebenanlagen, der Rest wird vom Landkreis Harz übernommen.
Die gesamte Wipertistraße wurde für die Sanierung in drei Abschnitte eingeteilt. Die aktuellen Arbeiten zwischen Brühlchaussee und Hüttenweg (2. Bauabschnitt) waren laut Landkreisvertretern am dringendsten und mit überschaubarem Planungs- und Umsetzungsaufwand verbunden, weshalb die Sanierung hier beginnt. Im 1. Bauabschnitt zwischen Wipertikreisel und Hüttenweg gestalten sich die Arbeiten auf Grund des problematischen unterirdischen Bauraums als deutlich herausfordernder. Hier ist ein grundhafter Ausbau im Gespräch. Der dritte Bauabschnitt zwischen Schafbrücke und Ortsausgang könnte auch in Hocheinbauweise saniert werden. Die Planungen dazu laufen.