Ausbau des Neinstedter Feldwegs - eine geförderte Radverbindung zwischen Quedlinburg und Neinstedt
Die Städte Quedlinburg und Thale bauen den Neinstedter Feldweg als wichtige Radverbindung zwischen der Quarmbachsiedlung in der Welterbestadt Quedlinburg und dem Stadtweg in Neinstedt aus. Das Vorhaben auf dem gut 2,5 Kilometer langen Abschnitt soll bis Ende November 2026 einschließlich der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen abgeschlossen sein.
Förderung und Finanzierung
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf über 700.000 Euro. Gefördert wird der Ausbau zu 90 Prozent aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Infrastruktur – Wirtschaftsnahe Infrastruktur/Tourismus“. Der Förderbescheid erging im Dezember 2024.
Umgesetzt wird das Vorhaben von einer interkommunalen Arbeitsgemeinschaft der Städte Quedlinburg und Thale unter Federführung der Welterbestadt Quedlinburg. Für Planung und Baubegleitung ist das Ingenieurbüro Deuter aus Quedlinburg verantwortlich, mit der Bauausführung wurde die Firma Strabag, Gruppe Edlau, beauftragt.
Das Bauprojekt
Auf dem vorhandenen, zusätzlich verstärkten Schotterunterbau entsteht eine drei Meter breite Betonvollbahn mit einer 14 Zentimeter dicken Betondecke. Die bisherige Trassenführung des Feldwegs bleibt erhalten.
Neben dem Radverkehr soll der Weg auch der landwirtschaftlichen Nutzung dienen. Um die Nutzung durch andere Fahrzeuge zu unterbinden, wird an der Gemarkungsgrenze zwischen Quedlinburg und Neinstedt eine Wegesperre errichtet. Landwirte können die Sperre mit einem entsprechenden Schlüssel für ihre Fahrzeuge öffnen.
Bedeutung für Tourismus und Pendler
Der Neinstedter Feldweg ist Teil des Boderadwegs und des Europaradwegs R1 und damit touristisch bedeutsam. Zugleich dient er als alltägliche Verkehrsverbindung für 400 bis 600 Radfahrende, darunter Schüler und Berufspendlerinnen.
Für die Dauer der Bauarbeiten ist der Weg vollständig gesperrt. Die Stadtverwaltung Quedlinburg hat eine Umleitung eingerichtet.
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Die im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben erforderlichen Ersatzpflanzungen erfolgen im Bereich des Hüttenwegs. Dort wird der Gehölzstreifen fortgeführt, dessen Anlegen als Ausgleichs- und Ersatzpflanzung für den früheren Ausbau des Quarmbachwegs zur Fahrradstraße begonnen wurde.