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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

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Erinnern heißt sichtbar machen

Jüdischer Friedhof in Quedlinburg

Jüdischer Friedhof Namensplaketten [(c): Welterbestadt Quedlinburg]

Am 9. November 1938, vor 82 Jahren, war der Beginn der mörderischen Verfolgung und Vernichtung unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und auch weiterer Minderheiten. „Auch hier in Quedlinburg wurden Geschäfte, Existenzen und Familien zerstört, jüdische Mitbürger*innen gefesselt über den Markt geführt und nur wenige Mutige standen ihnen offen oder verdeckt zur Seite“, bringt Quedlinburgs Oberbürgermeister Frank Ruch beim Friedensgebet in Erinnerung.

„Was aus der Vergangenheit erinnert wird und was nicht, hängt letztlich davon ab, von wem und wozu die Geschichte gebraucht wird. Und spätestens hier setzt unser aller Verantwortung ein, möglichst nah an der Wahrheit und authentisch zu bleiben. Wir dürfen die Interpretation der geschichtlich dokumentierten Ereignisse nicht den Populisten überlassen. Hier trägt jede Mutter und jeder Vater Verantwortung!“, sagte Oberbürgermeister Ruch zu Beginn der Ökumenischen Friedensdekade am 9. November in der Nikolaikirche. „Heute verlassen wir uns viel zu sehr und im zunehmenden Maße auf unser Google-Gedächtnis; der schnelle Zugriff auf Wissen ist oder scheint uns wichtiger als der Besitz von Wissen zu sein.

Umso wichtiger, dass wir dem Erinnern Raum und Gestalt geben, insbesondere unserer Jugend selbstständige, praktische Wissensaneignung durch Übung und Ausprobieren ermöglichen“, resümiert das Stadtoberhaupt. Als eine gute Basis hierfür sieht er das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die daraus entstandene „Partnerschaft für Demokratie“ in unserer Welterbestadt Quedlinburg. Beispielhaft nannte er die Neugestaltung und damit Wiedererlebbarmachung des Jüdischen Friedhofs als Mahn- und Gedenkstätte, den Aufbau eines Jugendforums und Jugendparlaments sowie die vorausgegangen und Projekte „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ sowie die Verlegung von Stolpersteinen.

© Romy Wisniewski E-Mail

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