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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

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Brühl im Wandel

Brühlpark, Umsteigereinsatz zur Totholzentnahme [(c): Welterbestadt Quedlinburg]

Der Brühlpark der Welterbestadt Quedlinburg bereitet weiterhin Sorge. Seit Anfang Februar ist das Betreten des beliebten Wäldchens verboten, da für Besucher Gefahr durch ausbrechende Äste und Baumkronen sowie das Umstürzen ganzer Bäume droht. Die Sperrungen bleiben bestehen, bis dass ein Betreten seitens der Stadt wieder verantwortet werden kann.
Seit 11. Februar ist eine Fachfirma bemüht, die Gefahrenlage abzuwehren. Die beschäftigten Baumpfleger entnehmen per Hebebühne und mit Klettertechnik Totholz und fällen Bäume, die stark geschädigt sind. Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre ist vor allem die wasserliebende Buche betroffen. Geschwächt durch Wassermangel haben Schädlinge, wie der Borkenkäfer, und holzzersetzende Pilze leichtes Spiel. Während gesunde Bäume Abwehrmechanismen einsetzen, um einem Schädlingsbefall zu trotzen, schaffen das die angeschlagenen, bis zu 150 Jahre alten Bäume nicht mehr und sterben langsam ab. Ihr Holz ist so trocken, dass durch Sprödbrüche große Äste unvorhergesehen abbrechen und sie letzten Endes komplett einstürzen. Das alles geschieht ohne Vorwarnung und birgt große Gefahr.
Die gegenwärtigen Arbeiten im Brühlpark sind mit der Naturschutz-, der Denkmal- und der Wasserbehörde abgestimmt. Der Eingriff in die Flora soll dabei so schonend wie möglich sein. Nicht alle betroffenen Bäume werden gefällt. Jene, die Bruthöhlen bieten, sollen Vögeln, Fledermäusen und Insekten weiterhin als Habitate erhalten bleiben. Dazu wird die Baumkrone oberhalb von Nisthöhlen abgesetzt und auf sogenannte Hochstubben eingekürzt. Zusätzlich werden Nistkästen angebracht. Auf Großgeräte wird zum Schutz des Bodens, der Jungbäume und der Wege komplett verzichtet. Neben dem Totholz als Humusbilder und Unterschlupf für Insekten ein weiterer Grund, weshalb das alte Holz mehrheitlich liegen bleiben wird.
Die alten, kranken Bäume haben Platz gemacht für die neuen Hoffnungsträger im Brühl: winzig kleine Bäumchen siedelten sich bereits an und werden bald von Neuanpflanzungen, z.B. Stieleichen, begleitet.
An ca. 70 Bäumen wurde in den vergangenen Wochen gearbeitet. Die Einschnitte sind gravierend und bedeuten keinesfalls ein Ende des Baumsterbens im Stadtwald. Der städtische Verantwortliche für Grünflächen und Forste, Kai Wiebensohn, geht davon aus, dass der anhaltenden Trockenheit des Bodens in 1,5 bis 2 Metern Tiefe weitere Bäume zum Opfer fallen werden. Unser Brühl ist im Wandel.

Den vorhergehenden Artikel zum Brühl finden Sie hier.

 

© Sabine Bahß E-Mail

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