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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

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Artikel (de) | Rathaus

Stadtmauer wird vermessen – Mithilfe der Bürger erbeten

Stadtmauer ©Welterbestadt Quedlinburg, Sabine Bahß
Mittels moderner Technik erfasst Michael Bernt, Vermessungsingenieur beim Ingenieurbüro Deuter, hier gemeinsam mit Susanne Krüger, Tiefbauingenieurin der Stadtverwaltung Quedlinburg, einen Abschnitt der Quedlinburger Stadtmauer.

Um die Stadtmauer zu dokumentieren, hat die Welterbstadt Quedlinburg das Ingenieurbüro Deuter beauftragt das Denkmal zu erfassen. Es geht darum, den tatsächlichen Bestand und seinen Zustand zu ermitteln.
Die Stadtmauer stammt im Wesentlichen aus dem 14. Jahrhundert und umschließt die historische Innenstadt. Die Denkmalpflegebehörden fordern ein einheitliches Sanierungskonzept. „Um es zu erstellen, müssen wir wissen, was wir haben“, erläutert Susanne Krüger, Tiefbauingenieurin bei der Stadtverwaltung. Zum anderen gilt die Stadtmauer als Ingenieurbauwerk und die unterliegen Prüfvorschriften, ähnlich der für Brücken. Es ist einmal jährlich in Augenschein zu nehmen, und alle drei Jahre sind abwechselnd eine einfache Prüfung und einmal eine Hauptprüfung durchzuführen. Zu dieser systematischen Arbeitsweise möchte die Bauverwaltung kommen.
Dafür ist die Bestandsaufnahme und Dokumentation erforderlich. „Wir sind auf die Unterstützung der Bürger, der Grundstückseigentümer und Anlieger, angewiesen“, wirbt Susanne Krüger für Hilfe. Dazu müssen die Mitarbeiter des Ingenieurbüros von beiden Seiten an die Mauer herantreten. Mehr als 200 Briefe hat die Stadtverwaltung an die Eigentümer verschickt, mit der Bitte, den Mitarbeitern des Ingenieurbüros Deuter den Zutritt zur Stadtmauer zu gewähren.
Die etwa 3,5 Kilometer Stadtmauer ist in 33 Abschnitte eingeteilt. Das Ingenieurbüro ist beauftragt jeden Abschnitt zu dokumentieren. „Dazu gehört, wo genau die Stadtmauer steht“, erläutert Michael Bernt. Der Vermessungsingenieur betreut das Projekt und ist selbst vor Ort und arbeitet eng mit dem Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt zusammen. Gleichzeitig werden Schäden am Mauerwerk dokumentiert.
„Der mögliche Handlungsbedarf soll dann in Dringlichkeitsstufen dargestellt werden. Drei werden vorgegeben: In Ordnung, mittelfristige Kontrolle innerhalb der nächsten zehn Jahre und sofortiger Handlungsbedarf“, erläutert Frau Krüger.
Das Ingenieurbüro arbeitet bereits seit September an der Erfassung. „Einige Bereiche sind topp, aber es gibt auch einsturzgefährdete. Hier bieten wir unabhängig vom Eigentümer unsere Hilfe an“, sagt die Tiefbauingenieurin.
Die Mitarbeiter des Ingenieurbüros sind autorisiert und können sich ausweisen. Wie die Eigentümer ihre Grundstücke nutzen, interessiert nicht, der Fokus ist nur auf die Stadtmauer gerichtet. Mit Hilfe moderner Messmethoden erfolgt die Erfassung. Michael Bernt schätzt eine Erfassungszeit je Mauerabschnitt von etwa zweieinhalb Stunden. Die Daten werden vertraulich und entsprechend der geltenden Datenschutzbestimmungen behandelt.

Kontakt:
Ingenieurbüro Deuter: Telefon: 03946 779490, buero@ibdeuter-quedlinburg.de;
Stadtverwaltung der Welterbestadt Quedlinburg, Tiefbauingenieurin Susanne Krüger: Telefon: 03946 905725, susanne.krueger@quedlinburg.de

© Sabine Bahß E-Mail

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