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Der Brühlpark bleibt ein Sorgenkind

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Kai Wiebensohn, verantwortlich für Grünflächen und Forste, kontrolliert den aktuellen Baumbestand im Brühlpark (Foto: Welterbestadt Quedlinburg)

„Bis zum späten Frühjahr habe ich gehofft, dass sich wenigstens einige der alten geschädigten Buchen noch erholen werden und uns zumindest noch einige Jahre erhalten bleiben“, sagt Kai Wiebensohn, Mitarbeiter des städtischen Bauhofs und verantwortlich für Grünflächen und Forste. Mittlerweile ist sein Optimismus aber der Gewissheit gewichen, dass auch in diesem Sommer viele Buchen sterben werden. Auch wenn es gefühlt häufiger geregnet hat, so sind die Regenmengen insgesamt noch geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die niedrigen Temperaturen wirken sich zwar positiv auf die Regeneration vieler Bäume aus, aber ein großer Teil der alten und prägenden Buchen, werden sich nicht mehr erholen“ prognostiziert Kai Wiebensohn vor Ort und ergänzt: „Der Brühlpark wird in Zukunft nicht mehr so aussehen, wie wir ihn derzeit kennen.“

Wie schon im vergangenen Frühjahr stehen auch im Herbst 2020 wieder Pflegearbeiten im Brühlpark an, die sich aus den regelmäßigen Kontrollen nach der Baumkontrollrichtlinie ergeben haben. Insgesamt wird es an ca. 400 Bäumen Pflegeschnitte verschiedener Art geben. Dabei werden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, die es ermöglichen, dass die Bäume länger am Standort verbleiben können. Darüber hinaus werden auch einige abgestorbene Bäume gefällt oder auf einen Hochstubben abgesetzt. Letzteres aber nur dann, wenn Gefahr für Besucher*innen auf den Wegen besteht. „Alles, was zwar geschädigt ist aber noch überwiegend  grüne Zweige hat, wollen wir möglichst lange erhalten und beobachten es intensiv“, betont der Grünexperte.

Aber es gibt Hoffnung: Die Waldareale im Brühl verjüngen sich auf natürliche Weise. Viele kleine Berg- und Spitzahorne sowie Linden und Eschen dominieren derzeit in den entstandenen Lichtkegeln und gedeihen prächtig. Gleichzeitig muss nun aber entschieden werden, wie der Brühl fit für die Zukunft gemacht werden kann. Dazu gibt es mehrere Optionen, die in den kommenden Wochen mit der Natur- und Denkmalschutzbehörde beraten werden. Dazu erklärt Kai Wiebensohn: „Es muss entschieden werden, ob die Naturverjüngung akzeptiert und gefördert wird oder ob man eingreift und gezielt Jungbäume anderer Arten anpflanzt und die natürliche Verjüngung zurückdrängt.“

Im Herbst sollen testweise einige Eichen im Brühl angesiedelt werden, die einen Wachstumsvorsprung im Vergleich zu den Jungbäumen vor Ort haben. Eichen sind zwar trockenresistent, wachsen aber langsam und brauchen viel Licht. Vielleicht sind sie, neben Ahorn und Linde, die Zukunftsträger. „Die bisher das Landschaftsbild des Brühls prägenden schönen Buchen sind es wahrscheinlich leider nicht“, sagt Kai Wiebensohn.

© Romy Wisniewski E-Mail

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