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Aktuelles aus Quedlinburg: Stadtverwaltung setzt auf digitale Barrierefreiheit: Webseiten ab sofort in einfacher Sprache und mit Visualisierungshilfen

Die Welterbestadt Quedlinburg geht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit. Ab sofort können Nutzerinnen und Nutzer die Inhalte der städtischen Internetseiten in einfache Sprache übersetzen und individuell anpassen lassen. Ermöglicht wird dies durch die Integration des Tools Eye-able, das nicht nur barrierearme Texte generiert, sondern auch Visualisierungshilfen für Menschen mit Sehbehinderungen bietet.

Einfache Sprache hilft Menschen mit Lese- oder Verständnisschwierigkeiten, komplexe Inhalte leichter zu erfassen. Dazu zählen unter anderem Betroffene von Lernbehinderungen, mit geringen Deutschkenntnissen oder mit kognitiven Einschränkungen. Während Leichte Sprache streng nach festen Regeln normiert ist, orientiert sich Einfache Sprache an den Prinzipien der Verständlichkeit: kurze Sätze, bekannte Wörter und eine klare Struktur. Beide Formen tragen dazu bei, digitale Barrieren abzubauen – eye-able macht Letztere nun flächendeckend auf den Quedlinburger Webseiten verfügbar.

Für Personen mit Sehbehinderungen hält Eye-able zudem Funktionen bereit, die Texte durch Anpassungen von Schriftgröße, Kontrast, Zeilenabstand oder Vorlesefunktion zugänglicher machen. Auch Einstellungen für verschiedene Sehschwächen und diverse Filter können individuell eingestellt werden.

„Digitale Teilhabe ist ein zentrales Anliegen unserer Stadt“, betont Oberbürgermeister Frank Ruch. „Mit Eye-able schaffen wir niedrigschwellige Zugänge zu Informationen, denn unsere Webseiten sind für alle Bürgerinnen und Bürger da. Das ist unser Anspruch.“ Die Welterbestadt Quedlinburg unterstreicht mit diesem Schritt ihr Engagement für eine inklusive Gesellschaft. Das Tool eye-able wird bereits von weiteren Kommunen und Unternehmen in ganz Deutschland genutzt, um digitale Angebote zugänglicher zu gestalten.