Aktuelles aus Quedlinburg: Quedlinburg blüht auf: Bauhof pflanzt rund 12.000 Sommerblumen
Farbenfrohe Beete, blühende Blickfänge und abwechslungsreiche Pflanzungen prägen auch in diesem Jahr das Stadtbild der Welterbestadt Quedlinburg. Nach Pfingsten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes mit der Sommerbepflanzung in Quedlinburg, Gernrode und Bad Suderode begonnen.
Insgesamt werden rund 12.000 Pflanzen ausgebracht, davon knapp 11.000 im Stadtgebiet von Quedlinburg. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung ist unter anderem Immanuel Pöschke, Vorarbeiter Landschaftsgärtner sowie Meister für Grünflächenpflege beim Bauhof.
Bereits rund zwei Drittel der Beete sind bepflanzt. Darunter der Friedrich-Ebert-Platz, der Bahnhofsvorplatz sowie die traditionellen Geranien-Blumenkästen im Word, am Rathaus Quedlinburg sowie an den Rathäusern in Gernrode und Bad Suderode. Auch auf dem Schlossberg wurden bereits Sommerblumen gepflanzt. Die verbleibenden Flächen, unter anderem am Carl-Ritter-Platz, im Brühl und im Abteigarten, sollen noch in dieser Woche fertiggestellt werden. Neu gestaltet wurden auch die Beete am Marschlinger Hof. Sie ergänzen seit dem vergangenen Jahr die städtischen Pflanzflächen, nachdem am Carl-Ritter-Platz im Zuge des Baus des Erinnerungsortes „Friedliche Revolution 1989–1990 Deutsche Einheit“ zwei Beete entfallen sind.
„Das Wetter spielt mit. Es regnet meist in den Abendstunden, sodass die Erde ausreichend feucht bleibt und wir weniger zusätzlich bewässern müssen“, berichtet Immanuel Pöschke. In diesem Jahr setzt der Bauhof auf rund 20 verschiedene Pflanzenarten. Besonders auffällig sind die zahlreichen Kapkörbchen, die in vielen Farben unter anderem den Friedrich-Ebert-Platz schmücken. Insgesamt werden davon rund 3.500 Pflanzen eingesetzt. Ergänzt werden die Beete durch Ziermangold, Zierfenchel, Silberblatt, Fleißige Lieschen, Zierrhabarber sowie die beliebte Teddybär-Sonnenblume.
Auf einige bisher häufig verwendete Pflanzen wird hingegen bewusst verzichtet. So wurde der Duftsteinrich aufgrund von Krankheitsanfälligkeiten deutlich reduziert. Als Alternative kommen beispielsweise kriechendes Seifenkraut und Weihrauchpflanzen zum Einsatz, die unter anderem die Beete am Bahnhofsvorplatz und rund um die Flora-Statue schmücken. Auch die Zahl der Geranien wurde verringert. Zudem wird im Abteigarten in diesem Jahr auf Cannas verzichtet, da diese zunehmend von Viruserkrankungen betroffen sind. Stattdessen sorgen dort Rudbeckien, auch Sonnenhut genannt, für farbenfrohe Akzente.
In diesem Jahr erfolgt die Sommerbepflanzung etwas später als gewohnt. Grund dafür sind die vergleichsweise frühen und intensiven Eisheiligen. Die Pflanzen sollten ausreichend entwickelt sein, bevor sie in die Beete gesetzt werden, um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten. Die Sommerbepflanzung erfolgt dann bewusst innerhalb von rund anderthalb Wochen durch ein größeres Team. So können die körperlich anspruchsvollen Arbeiten effizient erledigt werden und die Stadt zeigt sich innerhalb kurzer Zeit in voller Blütenpracht.
Die Pflanzen stammen – wie bereits in den Vorjahren – vom Gartenbau Seeland UG aus Frose. Die Planungen für die Sommerbepflanzung beginnen bereits im Herbst des Vorjahres. Ausschreibungen und Bestellungen erfolgen in der Regel im September und Oktober.
Besucherinnen und Besucher dürfen sich in den kommenden Monaten auf ein abwechslungsreiches Blütenbild freuen. „Die Bepflanzung verändert sich im Laufe des Sommers ständig. Erst dominieren die Blüten, später treten die Grünpflanzen stärker hervor, bevor andere Arten ihre volle Blütenpracht entfalten. So entsteht über die gesamte Saison hinweg immer wieder ein neues Bild“, erklärt Immanuel Pöschke. Damit die Pflanzen auch während der Sommermonate optimal versorgt werden, ist regelmäßig ein Gießfahrzeug des Bauhofes im Einsatz. Es kontrolliert die Bodenfeuchtigkeit und sorgt bei Bedarf für die notwendige Bewässerung der Beete.