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CORONA - Informationen für Unternehmen

CORONA - Informationen für Unternehmen

Die Welterbestadt Quedlinburg möchte die ansässigen Unternehmen bestmöglich durch die Krise begleiten und hat dazu einen eigenen Maßnahmenkatalog entwickelt. Zudem bieten das Land Sachsen-Anhalt, Unternehmensverbände und verschiedene Bundesbehörden umfangreiche Hilfsprogramme an und stellen auf Ihren Internetseiten Informationen zusammen, mit denen sich Unternehmen gezielt zum Thema „Corona-Virus“ informieren können. Die Welterbestadt Quedlinburg hat auf dieser Seite die wichtigsten Informationen und Links für Sie kompakt zusammengestellt. Folgende Themen finden dabei besondere Berücksichtigung:

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Wie unterstützt die Welterbestadt Quedlinburg ihre Bürger*innen und Unternehmen?

Die Welterbestadt Quedlinburg war und ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Zuständigkeiten in vielen Bereichen aktiv, um vor Ort konkret zu unterstützen. Dies betrifft

  • Gewerbesteuer
  • Kitagebühren
  • Sondernutzungen
  • Bauaufträge / Lieferungen und Leistungen
  • Versorgungsunternehmen

Erleichterungen durch die Kommune sind stets dem Pandemiegeschehen, der übergeordneten Gesetzeslage (vor allem den Eindämmungsverordnungen des Landes Sachsen-Anhalt) sowie der individuellen wirtschaftlichen Betroffenheit anzupassen. Sollten Sie weiterer Unterstützung im Rahmen der kommunalen Zuständigkeit bedürfen, wenden Sie sich gern an uns.

Unternehmensdatenbank:

Für viele Unternehmen und vor allem Handel Treibende wurde in der aktuellen Krise vor allem deutlich: Wer digital nicht existiert, findet auch analog nicht statt. Deshalb unterstützt und fördert die Wirtschaftsförderung der Welterbestadt Quedlinburg die digitale Sichtbarkeit und Auffindbarkeit aller Unternehmen der Welterbestadt mit dem neuen Internetportal www.quedlinburg-lokal.de. In der Krise gestartet als Plattform für all jene, die trotz der Eindämmungsverordnung Leistungen für die Öffentlichkeit anbieten konnten, wurde das Portal nun zu einer attraktiven lokalen Unternehmensdatenbank ausgebaut, die offen ist für alle Gewerbetreibenden. 

Orientierungsberatung zur Digitalisierung:

Wenn Sie sich einen Überblick verschaffen möchten, welche Chancen die Digitalisierung speziell für Sie bietet oder einen Gesprächspartner brauchen um herauszufinden, welche digitalen Werkzeuge für Sie und Ihr Gewerbe die richtigen sind, möchten wir uns ebenfalls gern als Gesprächspartner anbieten.

Sondernutzungsgebühren:

Die Welterbestadt Quedlinburg unterstützte alle lokalen Gastronomen und Einzelhandelsbetriebe durch das Aussetzen der Sondernutzungsgebühren für drei Monate ab dem Datum der möglichen Wiedereröffnung. Diese Regelung wurde verlängert bis zum 30. September. Voraussetzung war die Beantragung der Sondernutzung (übliches Prozedere). Die Gebühren wurden für den entsprechenden Zeitraum erlassen. Bei bereits erfolgter Beantragung von Sondernutzung ist kein weiterer Antrag zu stellen.

Ebenfalls bestand die Möglichkeit innerhalb dieses Zeitrahmens, die Sondernutzung punktuell auf Anzeige zu erweitern.

Ab dem ersten Oktober entfällt der pauschale Erlass der Sondernutzungsgebühren. In Härtefällen können jedoch Anträge auf Erlass der Sondernutzungsgebühren mit einer entsprechenden Begründung weiterhin gestellt werden.

 

Informationen zur geltenden Gesetzeslage (VO)?

Ab dem 17. September gilt nunmehr die "8. Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt" in Kraft und vorige Verordnungen damit außer Kraft. Die Verordnung tritt mit Ablauf des 18. November 2020, bei Großveranstaltungen nach § 2 Abs. 2 mit Ablauf des 31. Dezember 2020, außer Kraft (siehe Anlage 1).

Wichtigste Änderung in Kürze:

  • Künftig kann der Mindestabstand von 1,5 Metern bei Nutzung geeigneter Abtrennvorrichtungen wie Plexiglaswänden unterschritten werden. Wo sich keine Abstandsregelungen sicherstellen lassen, muss der Infektionsschutz durch Zugangsbeschränkungen bzw. Einlasskontrollen erfolgen, um sicherzustellen, dass sich im Innen- und Außenbereich nur so viele Besucher aufhalten, dass Ansammlungen von mehr als zehn Personen vermieden werden.
  • Das Führen einer Anwesenheitsliste ist nur noch bei Veranstaltungen und Feiern sowie in Sportstätten und Diskotheken vorgeschrieben. Gaststätten, Friseure etc. sind davon nunmehr befreit.
  • Private Feiern bleiben bis zu 50 Personen erlaubt. Fachkundig organisierte Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 500 Personen, ab 1. November mit bis zu 1000 Personen stattfinden.
  • Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktnachverfolgung und die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregelungen nicht möglich sind, bleiben bis Jahresende untersagt. Für Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen können die Landkreise und kreisfreien Städte bei den zuständigen Ministerien sowie dem Gesundheitsministerium eine Ausnahmegenehmigung beantragen.
  • Ab 1. November gibt es für Clubs und Diskotheken wieder eine Perspektive. Voraussetzung dafür ist, dass eine Auslastung von 60 Prozent nicht überschritten wird, Anwesenheitslisten geführt und auf Mindestabstände geachtet wird.
  • Mit Blick auf die Adventszeit sind Weihnachtsmärkte, die über ein Hygienekonzept verfügen, erlaubt, wenn die pandemische Entwicklung dem nicht entgegensteht. Über Zugangsbegrenzungen oder verstärkt eingesetztes Ordnungspersonal sollen Ansammlungen von mehr als zehn Personen verhindert werden.

Es gelten weiterhin umfängliche Hygienemaßnahmen sowie teils Dokumentationsregeln, welche unbedingt weiterhin einzuhalten sind. Die Verordnung gibt dazu Auskunft, beispielsweise in § 1 für allgemeine Regeln, § 2 für Veranstaltungen, § 4 für die Gastronomie etc.

 

Brancheninformationen zum gewerblichen Betrieb

 

Welche Hilfen zur Lohnfortzahlung und Grundsicherung gibt es? Wer bekommt Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld:

Dieses erfolgreiche Instrument zur Krisenbekämpfung und zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes besteht weiter fort. Bezüge wurden teilweise erhöht. Aktuelle Informationen unter:

Ansprechpartner ist die Bundesagentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit Halberstadt hat dazu sowie zu weiteren Fragen eine zentrale Rufnummer eingerichtet: 03941-40 880.

 

Verdienstausfallentschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Für Sorgeberechtigte, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, gibt es einen Entschädigungsanspruch. In das Infektionsschutzgesetz ist auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas zur Eindämmung der gegenwärtigen Pandemie aufgenommen worden. Die neue Vorschrift des § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz gewährt erwerbstätigen Sorgeberechtigten, die ihre Kinder infolge der behördlichen Schließung oder eines Betretungsverbots von Kinderbetreuungseinrichtungen, wie Kita oder Schule, selbst betreuen müssen und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, einen Entschädigungsanspruch. Die Auszahlung der Entschädigung übernimmt bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber. Dieser kann seinerseits bei der von den Ländern bestimmten zuständigen Behörde einen Erstattungsantrag stellen.

Für weiterführende Informationen folgen Sie diesem Link.

Grundsicherung

Gerade bei Soloselbständigen greifen ggf. die Erleichterungen im Bereich des SGB II (Grundsicherung). Aktuell gelten bis vorerst 30. Juni 2020 folgende Ausnahmeregelungen:

  • eine befristete Aussetzung der Berücksichtigung von Vermögen,
  • eine befristete Anerkennung der tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung als an-gemessen und
  • Erleichterungen bei der Berücksichtigung von Einkommen in Fällen einer vorläufigen Entscheidung.

Bitte informieren Sie sich hierzu über folgende Internetseiten (mit Kontakten):

 

Informationen zu Wirtschaftshilfen für Gewerbetreibende?

September 2020:

Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung: Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden. Wichtig: Anträge für die 1. Phase (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Sonderregel für Insolvenzantrag wird verlängert: Die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, soll ausgesetzt bleiben, wenn ein Unternehmen als Folge der Corona-Pandemie überschuldet ist. Eine Verlängerung des Gesetzes bis Jahresende hat das Bundeskabinett auf den Weg gebracht. Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht soll bis zum 31. Dezember 2020 verlängert werden. Die Verlängerung soll nur für Unternehmen gelten, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Weitere Auskünfte können Sie dem folgenden Link entnehmen: https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html

Juli 2020: Mit dem Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" sollen Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt und dazu motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglicht werden.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Juli 2020: Corona-Überbrückungshilfe des Bundes - Eine Information der Investitionsbank Sachsen-Anhalt:

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können nun weitere Liquiditätshilfen erhalten.
Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020). Den Unternehmen werden nicht rückzahlbare Zuschüsse zu den fixen Betriebskosten gewährt.
Die Antragstellung für dieses Bundesprogramm ist nur über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer möglich und erfolgt in einem vollständig digitalisiertem Verfahren.
Mehr Informationen hierzu: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Sie haben keinen Steuerberater? Hier sind zwei Optionen:

  1. Konsultieren Sie unserer Firmenregister www.quedlinburg-lokal.de.
  2. Die Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt hilft Ihnen weiter. Über den Steuerberatersuchservice der Kammer finden Sie den passenden Steuerberater.

Für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt hat das Wirtschaftsministerium eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Die Telefon-Hotline ist unter 0391 567 4750 immer werktags zwischen 8.30 und 16 Uhr erreichbar. Seit dem 02. April steht zur schnelleren Bearbeitung auch eine weitere Sonderhotline zur Verfügung: 0391 - 557 49 796.

Das Wirtschaftsministerium stellt auf der zentralen Seite (https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/#c232014) Informationen u. a. zu folgenden Themen zur Verfügung:

Auch der Landkreis Harz schaltet eine Hotline für Fragen von Unternehmen: 03941 - 5970 1505. Unternehmen können sich hier u. a. über mögliche Finanzhilfen informieren. Des Weiteren erhalten Unternehmen über die Hotline weiterführende Informationen zu Ansprechpartnern bei Arbeits- und Sozialrechtsfragen sowie bei allgemeinen Fragen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes

Umfangreiche Möglichkeiten der Inanspruchnahme kreditbasierter Liquiditätshilfen stehen bereits zur Verfügung. Folgende Seiten beinhalten die wichtigsten Angebote:

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW):
https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

KfW-Schnellkredit für den Mittelstand: 
Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen ab dem 15.04.2020 den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. Das Wichtigsten (weitere Informationen finden Sie hier):

 

Wie kann ich die Zeit der Krise möglichst produktiv nutzen?

Wenn Unternehmen die Möglichkeit und die Ressourcen haben, aus der aktuellen Not eine Tugend zu machen, möchten wir hier ein paar Ansätze bieten. Themen wie Fachkräftesicherung, Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation, Außenhandel und Digitalisierung werden weiterhin mehr denn je im Fokus stehen. Dazu und natürlich auch zum Thema Bewältigung der Coronakrise selbst gibt es jetzt zahlreiche Onlineangebote wie "Webinare", die auch und besonders während der Krise im Fokus stehen. Kontaktieren Sie dazu z. B. ihre zuständigen Kammern und Verbände, hierüber erreichen uns zahlreiche Hinweise auf zum Teil auch kostenlose Veranstaltungen. Hier stellen wir Ihnen eine Linkauswahl zur Verfügung:

Eine weitere Möglichkeit sind Projekte der Unternehmensberatung. Darauf abzielende Förderprogramme stehen nach wie vor zur Verfügung bzw. wurden aktuell teils nachgebessert. Hier eine Auswahl:

 

Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Anlaufstellen in Sachsen-Anhalt, die Unterstützung leisten und Informationen bündeln:

 

Weitere hilfreiche Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten:

Symbol Beschreibung Größe
anlage_1_8._eind.vo_lsa.pdf
5.9 MB

© Henning Rode E-Mail

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