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Oberbürgermeister Frank Ruch besucht Unternehmen aus Handel und Tourismus

Am 20. März dieses Jahres besuchte Oberbürgermeister Frank Ruch gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Henning Rode zwei Unternehmen der Quedlinburger Innenstadt, welche mit Ihren ganz unterschiedlichen Erlebnisangeboten wesentlich zur Aufenthaltsqualität von Besucherinnen und Besuchern der Welterbestadt beitragen.

In der Blasiistraße 21 öffnet sich hinter einer unscheinbaren Fachwerkfassade eine Welt, die Sammler, Kunstliebhaber und Neugierige gleichermaßen in ihren Bann zieht: Das Kunst- und Auktionshaus Quedlinburg, gegründet 1989 und seit 2015 geführt von Henry Thurisch, erstreckt sich über rund 600 Quadratmeter in einem denkmalgeschützten Ensemble mit Bausubstanz aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Vom Gewölbekeller bis hinauf in die historische Kutschen-Tenne, einst Werkstatt für den Kutschenbau, heute stimmungsvoller Auktionssaal, reihen sich abertausende Objekte aneinander: hauchzartes Glas, kunstvolles Porzellan, Gemälde, Skulpturen, kostbarer Schmuck und Möbel vom Barock bis zum Jugendstil.

Besondere Aufmerksamkeit weit über den Harz hinaus genießen die regelmäßig stattfindenden Versteigerungen. Was als regionale Saalauktion begann, ist längst zum internationalen Ereignis geworden: Bieterinnen und Bieter aus Europa, Asien und Amerika steigern per Live-Bidding mit und tun dies mit Leidenschaft. Pro Auktion kommen bis zu 1.200 Lose unter den Hammer, und so manches Objekt entpuppt sich dabei als unerwarteter Star: Ein schlichtes Räuchermännchen etwa, mit einem Startpreis von 20 Euro aufgerufen, wechselte am Ende für 1.400 Euro den Besitzer. Immer wieder stehen auch besondere Sammlerstücke unter dem Hammer; zuletzt ein goldener LEGO-Baustein aus 585er Gelbgold, 1986 von der LEGO GmbH an einen verdienten Mitarbeiter überreicht — eine Rarität, von der weltweit nur eine Handvoll Exemplare existiert.

Wer nicht bis zur nächsten Auktion warten möchte, ist beim monatlichen „Schätze schätzen" genau richtig: Jeden Monat von 14 bis 17 Uhr kann jeder seine Dachbodenfunde, Erbstücke oder Kuriositäten kostenlos und unverbindlich begutachten lassen, nicht selten der Beginn einer überraschenden Geschichte.

Bemerkenswert ist auch das gesellschaftliche Engagement der Familie Thurisch, die gemeinsam mit der Kaufmannsgilde und dem städtischen Citymanagement wesentlich zur Erlebnisqualität der gesamten Innenstadt beiträgt, etwa durch die Unterstützung des „Zaubers der Adventsstadt".

Danach ging es in den Steinweg 61, was nicht nur die Adresse, sondern auch der offizielle Name der gewerblich betriebenen Ferienwohnungen unter dieser Anschrift ist. Beworben werden die Ferienwohnungen in dem hochwertig sanierten mehrstöckigen Fachwerkhaus als „Luxuriöse Ferienwohnungen in der Altstadt von Quedlinburg“. Wie sich bei einer Führung durch das Objekt mit Eigentümer Andreas Wittig und Managerin Dorothea Gotter herausstellte, ist dies fast noch eine Untertreibung. Der sehr ansprechende Wellnessbereich im Keller, ein kleiner Fitnessraum mit hochwertigen Geräten sowie Serviceautomaten im Eingangsbereich ergänzen die großzügigen und stilvoll eingerichteten Appartements und machen touristische Aufenthalte auch über das übliche zweitägige Städtereiseformat hinaus attraktiv für Touristen. Mehr Informationen über das Haus mit 13 Apartments und über 70 Betten, dessen barrierearme Bereiche dank Fahrstuhl gut erreichbar sind, findet man unter steinweg61.de.