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Franziskanerkapelle nach umfassender Sanierung wieder zugänglich

Mitten im Herzen von Quedlinburg, in der Schulstraße, erzählt die Franziskanerkapelle seit dem 13. Jahrhundert ihre Geschichte. Am vergangenen Montag, dem 29. Juni, wurde die Kapelle nach mehrjähriger Bauzeit an die Öffentlichkeit übergeben.

„Um den Franziskanerbau für kommende Generationen zu erhalten, wurden bereits 2018 umfassende Sanierungsmaßnahmen begonnen“, informierte Oberbürgermeister Frank Ruch im Beisein der Architekten, des stellvertretenden Schulleiters der Sekundarschule Quedlinburg, Florian Kula, sowie Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Stadtverwaltung.

Bei der Restaurierung des Denkmals standen der Erhalt der historischen Bausubstanz und der behutsame Einsatz traditioneller Handwerkstechniken im Mittelpunkt. „Die statische Sicherung war dabei die größte Herausforderung“, erläuterte Sibylle Zander. Die Leiterin des Sachgebietes Hoch- und Tiefbau, Gebäudemanagement, betonte zudem, dass sämtliche Arbeiten in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde erfolgten.

Insgesamt wurden etwa 890.000 Euro investiert. Für die Maßnahme konnte eine Förderquote von über 90 Prozent erreicht werden. Im ersten Bauabschnitt kamen für die durchgeführten Sicherungsarbeiten Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau“ der Städtebauförderung zum Einsatz. Für die anschließenden Restaurierungsarbeiten wurden Mittel aus dem Programm „Lebendige Zentren“ bewilligt.

Für alle Beteiligten steht fest: Die Franziskanerkapelle ist ein außergewöhnliches Baudenkmal. Der Bau aus dem Jahr 1280 ist nach der Sanierung eng mit der angrenzenden Schule verbunden. Sichtbar wird dies unter anderem durch eine neu errichtete Metallbrücke, die das Schulgebäude mit dem Obergeschoss der Kapelle verbindet. „Auch die Versorgungsleitungen werden über die Schule geführt. Einen eigenen Hausanschluss besitzt das Gebäude nicht“, erläuterte der städtische Techniker Karsten Wrabetz.

Wie der Bau künftig genutzt wird, darüber machen sich laut Florian Kula sowohl das Kollegium als auch die Schülerschaft ab dem kommenden Schuljahr Gedanken. Ziel ist es, das historische Gebäude mit neuem Leben zu füllen und einen Ort für Kultur, Bildung und Begegnung zu schaffen.