Quedlinburg stärkt Anbindung an den Europaradweg R1
Seit vergangenen Montag, 7. September, wird der Neinstedter Feldweg ausgebaut. Das Projekt wurde gemeinsam mit der Stadt Thale unter Federführung der Welterbestadt vorbereitet und schafft eine direkte Anbindung an den Europaradweg R1, einen der bedeutendsten europäischen Radfernwege. Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nach der erfolgreichen Umsetzung der ersten Fahrradstraße Quedlinburgs – dem Ausbau des Quarmbachweges im Jahr 2025 – setzt die Welterbestadt Quedlinburg ein weiteres Vorhaben für ihr Ziel um, attraktiver für den Radverkehr zu werden.
Der 2,5 Kilometer lange Neinstedter Feldweg verbindet die Quarmbachsiedlung in Quedlinburg mit dem Thalenser Ortsteil Neinstedt und wird stark frequentiert, werktags vor allem durch Berufs- und Schülerverkehr. Bis Ende November müssen Radfahrerinnen und Fußgänger allerdings eine Umleitung nutzen, die Bauarbeiten erfolgen unter Vollsperrung. Die Ausweichstrecke führt über den nördlich gelegenen Bodedamm. Die Zufahrt erfolgt über private Flächen, die Umleitung ist ausgeschildert. Mit den aktuellen Arbeiten wird die Fahrbahn auf einer Breite von drei Metern mit einer Schottertragschicht und einer Betondecke ausgebaut. Beidseitig entstehen zusätzlich jeweils 50 Zentimeter breite Bankette. Zudem sind zwei Sickermulden geplant, die das Niederschlagswasser aufnehmen sollen. Als Kompensation für die Mehrversiegelung wird in der Nähe des Hüttenweges eine Baum- und Strauchhecke angelegt.
Der Europafernradweg R1 ist mit einer Gesamtlänge von über 5.000 Kilometern einer der längsten Radwege Europas. Er führt über sieben Länder von London nach Moskau. Die direkte Anbindung an den R1 macht Quedlinburg zu einem attraktiven Etappenziel für Radfahrerinnen und Radfahrer aus ganz Europa machen und fördert den nachhaltigen Tourismus.
Das Gesamtprojekt ist mit mehr als 700.000 Euro veranschlagt. Dabei werden 90 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel (Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“) gedeckt. Den verbleibenden Eigenanteil teilen sich die Städte Quedlinburg und Thale entsprechend ihrem Flächenanteil am Weg.