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Kontakt

Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: 03946 905 50
  • Fax: 03946 905 9500

Öffnungszeiten

Montag
9.00 - 13.00 Uhr

Dienstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Donnerstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 16.00 Uhr

Freitag
9.00 - 13.00 Uhr

Einwohnermeldestelle:
zusätzlich
jeden 1. und 3.
Sonnabend im Monat
9.00 Uhr - 12.00 Uhr

Veranstaltungen

Kunst, Kultur und Literatur

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Kunst, Kultur und Literatur | Straße der Romanik

Rundgang durch das UNESCO-Welterbe

Wo: Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH in Quedlinburg

Sind Sie zum ersten Mal in Quedlinburg? Möchten Sie sich über Geschichte, Baukunst und Leben in ei...
Artikel (de)

Klopstockhaus

Klopstockhaus

Klopstockmuseum

 

Schlossberg 12, Tel. 03946 / 2610 und 03946 / 905691, Fax 03946 / 515975

E-Mail: klopstockhaus@quedlinburg.de

Panoramaaufnahme

 

Das Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 - 1803) wurde etwa um 1560, in der Blütezeit des niedersächsischen Fachwerkstils gebaut und ist eines der zahlreichen Architekturdenkmale Quedlinburgs.
Seit 1899 vermittelt das Klopstockhaus als biographisch-literarhistorisches Museum einen Eindruck vom Leben und Werk des Dichters. Dessen Leistung besteht darin, dass er die neuen literarischen Strömungen seiner Zeit maßgeblich prägte. Sein episches Schaffen ("Der Mesias") und seine Lyrik (Oden, Hymnen, Elegien, Lieder) markieren eindrucksvoll einen Wendepunkt in der Dichtungsgeschichte. Klopstocks Werk steht als Grenzscheide zwischen den Epochen. Es ist mit einem Fundament zu vergleichen, auf welchem die klassische deutsche Literatur aufbauen konnte und durch das spätere Dichtergenerationen immer wieder Anregung erhielten. Heute gilt als seine größte Leistung die Erneuerung und Erweiterung der poetischen Sprache und der Verskunst.

Im Klopstockhaus sind ständige Ausstellungen zu weiteren bedeutenden Quedlinburger Persönlichkeiten des 18./19. Jahrhunderts zu sehen. So kann man sich über Leben und Werk von Dorothea Christiana Erxleben (1715 - 1762), der ersten deutschen promovierten Ärztin informieren; man erfährt Wissenswertes über Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759 - 1839), den bedeutenden philanthropischen Pädagogen, der sich besonders um die Einführung eines geregelten Sportunterrichts verdient gemacht hat und über Carl Ritter (1779 - 1859), den Begründer der wissenschaftlichen Geographie. In einer Wechselausstellung wird die umfangreiche Sammlung zu Wilhelm Steuerwaldt (1815 - 1871), einem Maler der Romantik, präsentiert.

 

Eintrittspreise:

Erwachsene: 3,50 Euro
Ermäßigt: 2,50 Euro
Familienkarte: 8,00 Euro
Kulturkarte (berechtigt auch zum Besuch des Schloss-
museums und des Fachwerkmuseums im Ständerbau)
9,00 Euro

Öffnungszeiten:

April – Oktober     Mittwoch – Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr  (letzter Einlass 16.30 Uhr) ,
Montag und Dienstag geschlossen - außer an Feiertagen

November – März geschlossen

Sonderöffnungszeiten : 1., 2., 3., Adventswochenende (Samstag / Sonntag )
10.00 – 16.00 Uhr  (letzter Einlass 15.30 Uhr)

 

 

Museumspädagogische Angebote:
Führungen/Einführungen nach Voranmeldung

 

Wir laden Sie ein, "Dr. Dorothea Christiana Erxleben - ein ganz normales Ausnahme-Leben" kennenzulernen.

Dr. Dorothea Christiana Erxleben, geb. Leporin (geb. 13. November 1715 in Quedlinburg; gest. 13. Juni 1762 in Quedlinburg).
Sie wurde im Haus Steinweg 51 (heute: Erxleben-Hotel) geboren und promovierte 1754 an der medizinischen Fakultät der Universität Halle. Damit ist sie in Deutschland die erste Frau, die einen medizinischen Doktortitel erwarb und die uneingeschränkt eine medizinische Praxis führen durfte. Fast 150 Jahre mussten vergehen, bis die nächste Frau für den Arztberuf zugelassen wurde. Auf der Grundlage einer fundierten theoretischen und praktischen Ausbildung durch ihren Vater, den Arzt Christian Polycarp Leporin, und der Förderung durch die Rektoren des Quedlinburger Gymnasiums sowie durch autodidaktische Studien war es ihr gelungen, ein umfangreiches Allgemeinwissen, Sprachkenntnisse und eine dem Forschungsstand der Zeit entsprechende medizinische Bildung zu erwerben. Ihren Wunsch, einen Universitätsabschluss zu erhalten, konnte sie sich trotz der 1741 erlangten königlichen Sondererlaubnis Friedrichs II. aus familiären Gründen noch nicht erfüllen. Durch ihre Heirat 1742 hatte sie Mutterpflichten für fünf Stiefkinder, wozu noch vier eigene kamen, und die umfangreichen Pflichten einer Pfarrfrau übernommen. Trotzdem behandelte sie weiterhin Kranke, die ihre Hilfe suchten, bis eine diesbezügliche Beschwerde dreier Quedlinburger Ärzte sie veranlasste, nun die akademische Graduierung nachzuholen. Deshalb reagierte sie auf die Beschwerde selbstbewusst mit der Vorlage ihrer Dissertation. Bis zu ihrem frühen Tode 1762 behandelte sie weiterhin Kranke mit Erfolg und bewies damit auch praktisch die Argumente ihrer frühen Publikation, dass gleiche Bildungsmöglichkeiten für das weibliche Geschlecht notwendig und auch erfolgreich sind. Durch ihre Werke und ihre Leistung wurde sie zu einem vielzitierten Vorbild in der Geschichte der Frauenbildung und -emanzipation. Quedlinburg ehrt diese außergewöhnliche Frau auch durch eine Dauerausstellung im Klopstock-Museum.

  

 




 

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