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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: 03946 905 50
  • Fax: 03946 905 9500

Öffnungszeiten

Derzeit ist das Rathaus für den Besucherverkehr nicht zugänglich. Bitte kontaktieren Sie uns per Mail oder Telefon zur Terminvereinbarung!

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Bekanntmachung

Öffentliche Auslegung des Planentwurfs der 19. Änderung des Flächennutzungsplans der Welterbestadt Quedlinburg für den Bereich „Solarkraftwerk Neinstedter Feldweg“ gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

Amtliche Bekanntmachung der Welterbestadt Quedlinburg

Öffentliche Auslegung des Planentwurfs vom August 2020 der 19. Änderung des Flächennutzungsplans der Welterbestadt Quedlinburg für den Bereich „Solarkraftwerk Neinstedter Feldweg“ gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

Der Stadtrat der Welterbestadt Quedlinburg hat am 08.10.2020 den Entwurf der 19. Änderung des Flächennutzungsplanes in der Fassung vom August 2020 für den Bereich des „Solarkraftwerk Neinstedter Feldweg“ beschlossen, den Entwurf der Begründung und den Entwurf des Umweltberichts gebilligt und zur öffentlichen Auslegung bestimmt. Der Geltungsbereich ergibt sich aus dem nachfolgend abgedruckten Stadtkartenauszug. Er ist dort durch einen orangen Rahmen kenntlich gemacht.

Die Änderung erfolgt im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 52 „Solarkraftwerk Neinstedter Feldweg“. Die bisherige Darstellung im Flächennutzungsplan als Grünfläche soll in ein sonstiges Sondergebiet „Photovoltaik Freiflächenanlage“ geändert werden. Ziel der 19. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Solarkraftwerk Neinstedter Feldweg“ ist es, durch die Ausweisung eines sonstigen Sondergebietes die Realisierung und den Betrieb einer Freiflächenphotovoltaikanlage einschließlich der erforderlichen Nebenanlagen planungsrechtlich zu ermöglichen und die Erzeugung von umweltfreundlichem Solarstrom zu sichern.

Zur Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch liegen der Entwurf der 19. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des „Solarkraftwerkes Neinstedter Feldweg“ in der Fassung vom August 2020, die Begründung, der Umweltbericht und die nachfolgend genannten, umweltbezogenen Informationen in der Zeit vom

                        05.11. bis einschließlich 07.12.2020
 

im Dienstgebäude der Welterbestadt Quedlinburg, Markt 1, 06484 Quedlinburg, montags und mittwochs von 8:00 – 15:00 Uhr, dienstags von 8:00 – 18:00 Uhr, donnerstags von 8:00 – 16:00 Uhr und freitags von 8:00 – 13:00 Uhr im Bürgersaal (1. Obergeschoss) öffentlich zur Einsichtnahme aus.

Zusätzlich können diese Unterlagen auch im Technischen Rathaus in der Halberstädter Straße 45 zu den folgenden Zeiten eingesehen werden: montags und freitags von 8:00 – 13:00 Uhr, donnerstags von 8:00 – 16:00 Uhr und dienstags von 8:00 – 18:00 Uhr. Die Planunterlagen können auch unter http://www.quedlinburg.de/de/amtliche-bekanntmachungen.html eingesehen werden.

Unterlagen für die Auslegung:

Planzeichnung vom 24.08.2020, Planungsgruppe Spannbauer
Begründung vom 24.08.2020, Planungsgruppe Spannbauer
Umweltbericht mit Eingriffs- Ausgleichsbilanzierung als Teil B der Begründung vom 24.08.2020, Planungsgruppe Spannbauer
 
Stellungnahmen: 
Stellungnahme Landkreis Harz vom 06.05.2020
Abwägung
Abwägung der 19. Änderung des Flächennutzungsplanes aus der Beteiligung zum Vorentwurf

 

Umweltbezogene Informationen:

Für die Änderung des Flächennutzungsplanes ist gemäß Baugesetzbuch eine Umweltprüfung durchzuführen. Die Umweltauswirkungen werden in dem vorliegenden Umweltbericht beschrieben und bewertet, er bildet den Teil B der Begründung zur 19. Änderung des Flächennutzungsplanes.

Der aktuell rechtskräftige Flächennutzungsplan weist die betreffende Fläche entlang des Neinstedter Feldwegs als Grünfläche aus. Benachbart, jedoch nicht im Plangebiet befinden sich Flächen der Kategorien öffentliche Erschließung (Neinstedter Feldweg) und Bahnanlagen (Bahnstrecke 6405 Wegeleben-Thale).
Ziel der Flächennutzungsplanänderung ist es die bestehende Grünfläche als ein Sondergebiet mit Zweckbestimmung "Photovoltaik Freiflächenanlage" auszuweisen. 
Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes werden die Voraussetzungen für eine geordnete, den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Planung für die Photovoltaikanlage geschaffen. Durch das Vorhaben sind keine erheblichen potenziellen Umweltauswirkungen zu erwarten.

Es sind die folgenden Maßnahmen geplant:

Extensive Pflege der Modulzwischenflächen (M1)
Anlage von Hecken (M2)
Neuschaffung von Überwinterungs- und Reproduktionsquartieren in den Randbereichen des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes entlang der Bahnlinie
Lenkung der Zauneidechsen
Ökologische Überwachung bei der Entnahme des Sandlagers
Grundlage der erforderlichen Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung für die betroffenen Biotoptypen ist die Richtlinie für die Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen in Sachsen- Anhalt (MLU, 2004). Voraussetzung für die Ermittlung des Kompensationsbedarfes bildet die Erfassung und Bewertung der betroffenen Biotoptypen. Die Erfassung der vorhandenen Biotoptypen erfolgte unter Verwendung der Kartieranleitung Lebensraumtypen Sachsen- Anhalt (LAU Sachsen-Anhalt, 2010).

Es verbleibt ein Defizit von 10.982 Wertpunkten. Dieses Defizit kann innerhalb des Plangebietes nicht kompensiert werden.

Der Ausgleich erfolgt über den Erwerb von Ökopunkten in Höhe von 10.982 Wertpunkten aus dem Ökopoolprojekt "Jakobsgrube bei Löderburg" bei der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH.

Mit den festgesetzten Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft (M1 und M2) sowie dem Erwerb von Ökopunkten kann das Kompensationsdefizit vollständig ausgeglichen werden. Es verbleiben keine nachteiligen Umweltauswirkungen durch die Baugebietsentwicklung. Die Umnutzung des Standorts kommt insgesamt zu einer naturschutzfachlichen Aufwertung.

 

Immissionsschutz

Im Rahmen der Beteiligung zum Vorentwurf wurde seitens der unteren Immissionsschutzbehörde die Bedingung an ein Blendgutachten für das weitere Verfahren gestellt. Ein entsprechendes Gutachten „Bewertung der Blendwirkung durch Sonneneinstrahlung“ wurde durch das Ingenieurbüro für Photovoltaik Dipl.-Ing. Klaus Nißl erstellt. Die Stellungnahmen sowie das Gutachten werden zeitgleich mit dem Bebauungsplan ausgelegt.

 

Altlasten

Das Flurstück 79/9 Gemarkung Quedlinburg ist nicht als Verdachtsfläche im Altlastenkataster des Landkreises Harz erfasst. Folgende Untersuchungen zum Standort liegen vor:

Ingenieurgeologisches Baugrundgutachten (Ingenieurbüro für Geotechnik Andreas Peter, Stand 24.01.2019)
Bodenuntersuchungen (Ingenieurbüro für Geotechnik Andreas Peter aus Quedlinburg und RST Recycling und Sanierung GmbH aus Thale, Stand 09.05.2019)
In Abstimmung mit der unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises Harz wurde die Fläche durch das Unternehmen RST Recycling und Sanierung Thale GmbH im Mai 2020 saniert. „Die im Rahmen der Gefährdungsabschätzung ermittelten, oberflächennahen, stark cyanidhaltigen schwarzen Ablagerungen im Bereich der Teilflächen TF2/TF5 und TF10 wurden vollständig beseitigt und entsorgt. Eine Gefährdung über die Wirkungspfade Boden-Mensch und Boden-Grundwasser durch die cyanidhaltigen Ablagerungen ist damit nicht mehr gegeben. Insgesamt wurden bei der Sanierungsmaßnahme 12,85 m³ bzw. 14,56 t gefährlicher Abfälle vom Flurstück 72/9, Flur 36, Gemarkung Quedlinburg entfernt.“ (aus Zusammenfassung Kurzbericht RST, 2020).

Die beiden Gutachten sowie der Kurzbericht zur durchgeführten Gefahrenabwehrmaßnahme (Sanierung der Fläche) durch RST Recycling und Sanierung GmbH (Kurzbericht vom 19.05.2020) werden zeitgleich mit dem Bebauungsplan ausgelegt.

 

Während des Auslegungszeitraumes können von jedermann Stellungnahmen zum Entwurf der 19. Änderung des Flächennutzungsplans bei der Welterbestadt Quedlinburg abgegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht innerhalb der Auslegungsfrist abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Flächennutzungsplanänderung unberücksichtigt bleiben können.

Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

 

Quedlinburg den, 09.10.2020

 

Frank Ruch

Oberbürgermeister

 

 

Symbol Beschreibung Größe
19. Änderung FNP Entwurf Abwägung
0.2 MB
19. Änderung FNP Begründung
1.4 MB
19. Änderung FNP Entwurf Planzeichnung
0.8 MB
19. Änderung FNP Entwurf Stellungnahme LK Harz
2.2 MB

© Welterbestadt Quedlinburg E-Mail

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