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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

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9.00 - 13.00 Uhr und
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Artikel (de) | Presse_Stadt_QLB

Erlebt und vergessen?! – Erinnerung an die Übergriffe 1992 auf das Asylbewerberheim in Quedlinburg

Stadt ohne Rassismus - Titelübergabe 2012

Vor zwanzig Jahren im September versammelten sich Neonazis aus Quedlinburg, der Harzregion und aus anderen Bundesländern in der Oeringer Straße in Quedlinburg. Sie warfen Brandsätze und Steine, sie grölten ihre Parolen und wurden dabei von vielen Bürgern der Stadt angefeuert. Schaulustige standen um das Geschehen herum, saßen auf den Balkonen und jubelten, als die Wurfgeschosse ihre Ziele fanden. Doch es gab auch eine andere Seite von Quedlinburg. Mutige Bürgerinnen und Bürger zeigten Gesicht und hielten direkt vor dem Asylbewerberheim eine Mahnwache. Sie trotzten den Angriffen über Tage hinweg, obwohl es Verletzte gab und die Polizei von der Situation überfordert schien, gaben sie nicht auf, das Asylbewerberheim zu schützen.
Zwanzig Jahre nach diesen Geschehnissen scheint die Quedlinburger Zivilgesellschaft sich kaum daran zu erinnern. Die Stadt trägt seit November 2010 den Titel „Stadt ohne Rassismus / Stadt mit Courage“. Das ist ein Versprechen und eine Verpflichtung. Aus diesem Grund wird es im September 2012 verschiedene Aktionen geben, die das Geschehen vor zwanzig Jahren auf unterschiedliche Art und Weise aufgreifen und es wieder in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken wollen.

Vom Runden Tisch gegen rechte Gewalt in Quedlinburg koordiniert, wird es zum Thema verschiedene Aktionen im Stadtbild geben. Beispielsweise eine Podiumsdiskussion, welche von Bündnis90/Die Grünen in Zusammenarbeit mit dem Dachverein Reichenstrasse e.V. organisiert wird. Sie findet am 11. September um 18.30 Uhr im Kulturzentrum Reichenstrasse statt. Hier sollen die Geschehnisse reflektiert und die Frage aufgeworfen werden, wie es zu den Geschehnissen im September 1992 kommen konnte und welche Entwicklung die Quedlinburger Zivilgesellschaft seit dem genommen hat. Das Publikum hat im Anschluss die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Zu einem Zeitzeugengespräch im Schülercafé des Kulturzentrums laden am 13. September um 16 Uhr die Partei Die Linke und der Dachverein Reichenstrasse e.V. Dort erhalten interessierte Jugendliche, aber auch Erwachsene einen Einblick über die verschiedenen persönlichen Erfahrungen, welche die QuedlinburgerInnen 1992 bei den Übergriffen und den Protestaktionen dagegen gemacht haben.


Timo Götze
Netzwerk der Schulen ohne Rassismus Harz Koordinator

Dachverein Reichenstrasse e.V.
Reichenstrasse 1
06484 Quedlinburg
Tel: 03946-2640
Fax: 03946-525470
www.reichenstrasse.de

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