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Kontakt

Quedlinburg Information der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH
  • Markt 4
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: +49(3946)905-624
  • Fax: +49(3946)905-629

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober

Mo-Do 9:30 - 18:30 Uhr
Fr-Sa 9:30 - 20:00 Uhr
So 9:30 - 14:00 Uhr

November – April

Mo-Fr 9:30 - 17:00 Uhr
Sa 9:30 - 14:00 Uhr

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Straße der Romanik

Wiperti-Kirche, Foto: Rosi Radecke

Die Straße der Romanik ist eine der bekanntesten Tourismusrouten Deutschlands. Auf einer Gesamtlänge von über 1000 Kilometern verbindet sie 80 romanische Bauwerke (Dome, Kirchen, Klöster und Burgen) in 65 Orten in Sachsen-Anhalt. Einer acht gleich unterteilt sich die Straße der Romanik in eine Nord- und Südroute, wobei die Landeshauptstadt Magdeburg das Zentrum bildet. Im Jahr 2018 feiert die Tourismusroute ihr 25. Jubiläum.

Quedlinburg ist gleich mit vier zentralen Bauwerken vertreten: den beiden Besuchermagneten St. Servatius und St. Cyriakus und der Wipertikirche. Der Bereich um die heutige Kirche St. Wiperti war ursprünglich der Königshof und damit die Keimzelle der Ottonenherrschaft. Um 950 wurde hier eine kreuzförmige Basilika errichtet, in die 1020 die heute noch erhaltene Krypta eingebaut wurde. Zerstörungsbedingt wurde die Kirche Mitte des 12. Jahrhunderts neu erbaut und die alte Krypta darin erhalten. Einen ganz besonderen Akzent setzen seit wenigen Jahren hochmoderne Kirchenfenster, aus der Glaswerkstatt von Frank Schneemelcher. Schon oft wurden die Fenster mit jenen von Marc Chagall im Frauenmünster zu Zürich verglichen. Eine eigene Sehenswürdigkeit sind die historischen Grabanlagen im Umfeld von St. Wiperti. Gruftanlagen dieser Art sind nördlich der Alpen so gut wie nicht zu finden.

St. Servatii
Die Kirche des ehemaligen Stiftes gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Deutschlands. Die ursprüngliche Burgkapelle Heinrichs I. wurde mit der ersten Kirche des Damenstiftes überbaut, die bei einem Brand 1070 zerstört wurde. Schon 1129 wurde die neue Stiftskirche geweiht. Besonders sind neben der Grablege Heinrichs und seiner Frau Mathilde vor allem der einmalige mittelalterliche Knüpfteppich sowie der berühmte Domschatz der Ottonen. 1945 gestohlen, kamen die meisten Stücke erst 1993 wieder zurück nach Deutschland und sind seitdem wieder zu besichtigen.

St. Cyriakus
Die erstmals im Jahr 961 erwähnte Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode gilt als nahezu einziges komplett erhaltenes Bauwerk in ottonischer Bauweise. Sie war die Kirche des vom Markgrafen Gero gegründeten und bis 1616 bestehenden Frauenstifts Gernrode. Ein Höhepunkt, das Heilige Grab, befindet sich im südlichen Seitenschiff. Auch wenn seine exakte Datierung umstritten ist, handelt es sich um das älteste und am besten erhaltene Heilige Grab in Deutschland. Im späten Mittelalter bildete es im Stift das Zentrum der liturgischen Osterfeierlichkeiten.

Klosterkirche St. Marien
An den beeindruckenden Resten der Kirche St. Marien auf dem Münzenberg in Quedlinburg lassen sich noch heute alle Elemente einer ottonischen Basilika mit Apsis, Querhaus, drei-schiffigem Langhaus und Westbau ablesen. Im Jahre 986 mit Gründung des Benediktinerinnenklosters errichtet, bestand sie bis 1536 und wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten zu profanen Zwecken genutzt und mit zwölf Wohnhäusern über- und umbaut.

Die erhaltenen Teile des Baukörpers, zahlreiche Funde von Halbsäulen, Kapitellen und Reliefs aus St. Marien vermitteln insgesamt ein lebendiges Bild mittelalterlicher Baukunst.
Professor Siegfried Behrens und seine Frau erwarben im Jahr 1994 eines der Häuser, in denen sich wesentliche Teile der Klosterkirche erhalten haben. Stück für Stück führten Sie durch weitere Ankäufe, Tausch und geduldige Verhandlungen die noch vorhandenen Bereiche der Kirche wieder zusammen, so dass zurzeit die Westkrypta, die Ostkrypta, Teile des Mittel- und der Seitenschiffe, die Nonnenempore und die archäologisch gesicherte mittelalterliche Begräbnisstätte vor dem südlichen Seitenschiff zu besichtigen sind.

Im Jahr 2006 brachte das Ehepaar Behrens drei ihrer Häuser mit den wesentlichen Resten der Klosterkirche in die von ihnen gegründete Stiftung "Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg" ein. Die Stiftung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz verwaltet und unterstützt aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und Spenden den Unterhalt und den Ausbau des Museum.

 

Darüber hinaus gibt es in Quedlinburgs direkt Umgebung weitere Highlights an der Straße der Romanik. Dies sind z. B. der Dom St. Stephanus in Halberstadt, die Burg Falkenstein in Pansfelde und das Kloster Michaelstein in Blankenburg.

Alle weiteren Infos rund um die Straße der Romanik mit allen Baudenkmälern erhalten Sie unter: www.strasse-der-romanik.net

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