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Schlossberg

Der Schloßberg war bereits im frühen Mittelalter Kernpunkt der Besiedlung . Auf einem natürlich gewachsenen Sandsteinfelsen, der als steile Klippe aus der Umgebung aufragt, ließ König Heinrich I. am Anfang des 10. Jahrhunderts eine Pfalz errichten. Dort wurde er 936 auch begraben. Das unmittelbar nach seinem Tode an gleicher Stelle entstandene Frauenstift des ottonischen Herscherhauses übernahm die Fürsorge für das Seelenheil des toten Königs (Memoria) und war gleichzeitig Ausbildungs- und Versorgungsstätte der Töchter des Hochadels. Die Leitung lag zunächst in den Händen von Heinrichs Witwe Mathilde. Die Königin übergab ihr Amt 966 an ihre gleichnamige Enkelin. Sie war die erste in der Reihe von 39 Äbtissinen, die über Jahrhunderte das Stift leiteten und als Reichsfürstinnen Landesherrin über Quedlinburg und die weit verzweigten Besitzungen waren. Nur etwa 500 m vom Schloßberg entfernt lag im Tal, umflossen von einem Nebenarm der Bode, der Königshof an der Wipertikirche, der bereits dem Vater König Heinrichs gehört hatte. Zwischen diesem und dem Schloßberg erstreckten sich mit großer Wahrscheinlichkeit die ausgedehnten Wirtschaftsanlagen der Pfalz. Sie waren nötig, um den Herrscher mit seinem Gefolge, das bis zu tausend Personen umfassen konnte, bei seinen Aufenthalten in Quedlinburg zu versorgen und unterzubringen. In Freihöfen um die Pfalz herum lebten die Ministerialen. Das waren Adlige, die im Dienst des Königs bzw. Kaisers standen. Später war das Westendorf - so hieß das Gebiet um den Schloßberg herum - von den Angestellten und Bediensteten des Kaiserlichen Freiweltlichen Frauenstifts bewohnt. Erst einige Jahre nach der Auflösung des Stiftes wurde dieses Gebiet 1810 in die Stadt Quedlinburg eingemeindet.

Gigapixel Panorama SchlossbergBlick vom Schlossberg

Gigapixel Panorama FinkenherdAm Finkenherd

SchlossbergPanorama Schlossberg

Stiftskirche St. Servatii
Die Quedlinburger Stiftskirche St Servatii gehört zu den bedeutendsten Bauten der Romanik. Die 1129 geweihte, flachgedeckte Basilika besaß bereits drei Vorgängerbauten. 936 wurde hier König Heinrich begraben. Der monumentale Sandsteinbau zeigt sowohl an der Fassade als auch in der Ornamentik des Innenraumes starke lombardische Einflüsse. Die gotischen Formen des um 1320 über der Krypta errichteten Chors sind nur von außen sichtbar. Im Inneren versucht eine 1938 errichtete Apsiswand, den romanischen Gesamteindruck wieder herzustellen. Das Turmpaar ist im Zuge der Restaurierungsarbeiten unter Ferdinand von Quast im 19. Jahrhundert errichtet worden. Nach Beschädigung durch amerikanischen Artilleriebeschuss 1945 erhielten die Turmhelme die heutigen flachen Zeltdächer. Der Innenraum wird durch Pfeiler und Säulen (niedersächsischer Stützenwechsel) gegliedert. Sie trennen Haupt- und Seitenschiffe. Im Westen begrenzt die sogenannte Kaiserloge den sakralen Raum. Im Osten führt eine Treppenanlage in den Hohen Chor und zu den Schatzkammern, in denen der berühmte Domschatz zu sehen ist. Unter dem Chor liegt die Krypta mit den Gräbern des ersten deutschen Königspaares.

Stiftskirche InnenansichtPanorama Stiftskirche Innenansicht



Stiftsgebäude
In den Wohngebäuden des ehemaligen Frauenstiftes ist das Schloßmuseum untergebracht. Die im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Um- und Ausbauten veränderte Bausubstanz läßt Stilelemente von der Romanik bis zum Barock erkennen. Ein absoluter Höhepunkt sind die im Westteil der Anlage unter dem Schloßhof liegenden Wohnräume aus dem 10. Jahrhundert. Sie bildeten einst das Untergeschoß des kaiserlichen Palas. Heute beherbergen sie eine interessante Ausstellung zur Ottonenzeit. Im Hauptgebäude, einem Renaissancebau sind die Repräsentationsräume des Stiftes mit schönem Interieur zu besichtigen

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