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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: 03946 905 50
  • Fax: 03946 905 9500

Öffnungszeiten

Sprechzeiten:

Montag
9 - 13 Uhr
Dienstag
9 - 13 Uhr und
14 - 18 Uhr
Mittwoch
keine Sprechzeit
Donnerstag
9 - 13 Uhr und
14 - 16 Uhr
Freitag
9 - 13 Uhr

Einwohnermeldestelle:
zusätzlich
jeden 1. Sonnabend im Monat
9 - 12 Uhr


Protest gegen die Klinik der Geburtenstation am Standort Welterbestadt Quedlinburg

Sitzung des Kreistages am 11.05.2022, 17.30 Uhr, in Halberstadt, Sekundarschule „Am Gröpertor“, Hospitalstraße 1

Einwohnerfragestunde

Betreff: Schließung der Geburtenstation und der Kinderklinik am Sitz der der Gesellschaft (Hauptstandort?) des Harzklinikums in der der Welterbestadt Quedlinburg

 

Bezug: Protestnote des Stadtrates der Welterbestadt Quedlinburg vom 02.05.2022
(über den Vorsitzenden des Kreistages an alle Mitglieder des Kreistages verteilt):

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Dr. Michael Haase!
Sehr geehrter Herr Landrat!
Sehr geehrte Mitglieder des Kreistages!
Sehr geehrte Damen und Herren!

Zunächst darf ich mich im Namen des Stadtrates der Welterbestadt Quedlinburg für die Gelegenheit, hier kurz vortragen zu dürfen und dies im Ergebnis mit entsprechenden Fragen zu verbinden, recht herzlich bedanken.

Ich möchte voranstellen, dass wir Quedlinburger froh und stolz sind, dass das Harzklinikum mit Sitz der Gesellschaft, was wir immer auch mit dem Hauptstandort gleichstellt hatten, so präsent in der Welterbestadt Quedlinburg ist, und es grundsätzlich eine gute kooperative Zusammenarbeit gibt. Ausnahme folgt:

Im Unterschied zur Kreisstadt Halberstadt, die ihre Prioritäten im Ausbau des Behörden- und Verwaltungsstandortes und auch als Wirtschafts- und Bildungsstandort – wie auch analog die Stadt Wernigerode – definiert, liegen die Kernkompetenzen der Welterbestadt Quedlinburg neben dem Welterbe ganz klar im Bereich Gesundheit und Pflege.

Mit dem Harzklinikum und dessen Sitz der Gesellschaft in der Welterbestadt Quedlinburg, der Paracelsusklinik, dem DRK und dem Engagement der Lebenshilfe und Neinstedter Stiftungen in der Welterbestadt Quedlinburg haben wir die größten Arbeitgeber und Investoren in unserer Stadt.

Daher bitte ich um Verständnis, dass wir als Quedlinburger umso sensibler reagieren, wenn wir den Eindruck haben, und dies auch durch Tatsachenentscheidungen untersetzt wird, dass wir im Bereich Gesundheit und Pfleg, also an unserer DNA, an unserer Kernkompetenz beschnitten werden.

Ich zitiere aus der Protestnote:

„Circa anderthalb Jahre nach der fatalen Entscheidung, eine etablierte Geburtenstation mit hervorragender Reputation zu schließen, damit eingespielte Teams zu zerreißen und junge Familien zutiefst zu verunsichern, werden die negativen Langzeitwirkungen solcher falschen Strukturentscheidungen immer deutlicher.“

Hierzu meine erste Frage:

„Wie stellt sich konkret die Abwanderung/ Kündigung von ärztlichem und pflegerischem Personal im Ergebnis der Strukturentscheidungen an den Standorten des Harzklinikums dar?“

Sehr geehrte Damen und Herren!

2. Zitat aus der Ihnen vorliegenden Protestnote:

„Ich möchte betonen, dass die Welterbestadt Quedlinburg nicht grundsätzlich in Frage stellt, dass zur Zukunftssicherung des Harzklinikums auch strukturanpassende Maßnahmen notwendig sein werden. Voraussetzung ist allerdings, dass sie Sinn machen, auch wirtschaftlich! Gerade dies ist nach wie vor äußerst fraglich.“

Nach unserer Auffassung ist die Summenbildung der Durchschnittsgeburten in der Welterbestadt Quedlinburg mit dem Standort Wernigerode reines Wunschdenken.

Sollte es bei der Entscheidung bleiben, prognostizieren wir auf Grund der fachlichen Expertisen, u.a. von denen in der Protestnote zitierten Oberärztinnen und leitenden Oberärzten, einen drastischen Einbruch und damit betriebswirtschaftliche Verluste in Größenordnungen.

Im Übrigen enthält das oft beschworene Gutachten nach meinem Kenntnisstand keine Präferenzen für konkrete Standortentscheidungen, sondern ausschließlich fachlich betriebswirtschaftlich optimierende Empfehlungen.

Nun abschließend noch 3 kurze Fragen:

1. Frage:

„Wenn die zu erwartenden Bedarfszahlen für die Traumatologie – wie von dem Geschäftsführer mir gegenüber ausgeführt – in Wernigerode höher als in Quedlinburg sind, warum dann die Verlegung und Zusammenfassung in Quedlinburg?

2. Und warum dann das gut funktionierende und modern ausgestattete Mutter-Kind-Zentrum in der Welterbestadt Quedlinburg aufgeben, statt es am Standort auszubauen und stattdessen die komplette Traumatologie in Wernigerode zu etablieren? “

3. und letzte Frage:

„Wie würde die Geschäftsführung bzw. der Gesellschafter reagieren, wenn ein aktuelleres Gutachten vorgelegt würde, was die These stützt, dass die Voraussetzungen für ein Mutter-Kind-Zentrum in der Welterbestadt Quedlinburg bestens, oder sogar besser als in Wernigerode gegeben sind?“

Soviel für heute!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

 

gez. Frank Ruch

 

Frank Ruch

Oberbürgermeister der Welterbestadt Quedlinburg

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Kreistag Protest Schließung Geburtsklinik
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© Romy Wisniewski E-Mail

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