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Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: 03946 905 50
  • Fax: 03946 905 9500

Öffnungszeiten

Montag
9.00 - 13.00 Uhr

Dienstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Donnerstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 16.00 Uhr

Freitag
9.00 - 13.00 Uhr

Einwohnermeldestelle:

Freitag
geschlossen

zusätzlich
jeden 1. Sonnabend im Monat
9.00 Uhr - 12.00 Uhr


Kunst, Kultur und Literatur

- Tafelausstellung - Ich bin Mathilde -

Alle Termine zu dieser Veranstaltung 15.09.2018 - 21.01.2019 ab 18:00 Uhr

Alle Veranstaltungsorte zu dieser Veranstaltung Stiftskirche St. Servatii

  Ich bin Mathilde und   25 Jahre Wiederkehr Domschatz   Tafelausstellung zum...

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Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg

Rathaus

Das Rathaus wurde 1310 erstmals erwähnt. Von 1616 bis 1619 (Renaissance-Portal mit Stadtwappen) und von 1899 bis 1901 erfolgten Um- und Erweiterungsbauten. Sehenswert ist besonders der 1901 fertiggestellte Festsaal (Führungen über die Quedlinburg-Information). Der 1477 zerstörte Roland, der zweitkleinste in Deutschland, wurde 1869 wieder aufgestellt.

Haus Grünhagen (Markt 2)

Das stattliche Bürgerhaus wurde im 18. Jahrhundert von der Kaufmannsfamilie Kranz bewohnt. Eine Umgestaltung erfolgte 1786. Seinen Namen erhielt das Haus nach einem späteren Besitzer, dem Tuchfabrikanten Grünhagen. Im Erdgeschoss ist der Sitz der Quedlinburg-Information.

Ehemaliges Innungshaus der Gewandschneider
(Markt 5)

Die Gewandschneider waren der angesehenste und wohlhabendste Berufsverband der Stadt. Vor ihrem Versammlungshaus stand ursprünglich auch der steinerne Roland.

Ehemaliges Innungshaus der Lohgerber (Markt 13)

Das Fachwerkgebäude aus dem 17. Jahrhundert mit Ladeluke im Giebel war das Innungshaus der Lohgerber

Kunsthoken (Marktstr.2)

Das reich geschmückte Fachwerkhaus wurde 1569 erbaut. Die Fassadengestaltung mit Doppelarkaden und Zahnschnittmotiven zeigt eine in Quedlinburg sonst nicht übliche Ornamentik. Das Gebäude wurde an die alte Marktmauer von 1179 angebaut. Diese ist im Inneren des Hauses sichtbar.

Marktkirche St. Benedikti

Die spätgotische Hallenkirche mit Resten des romanischen Vorgängerbaus und barocker Innenausstattung war ursprünglich die Kirche der um 1000 entstandenen Kaufmannssiedlung.

Palais Salfeld (Kornmarkt 5)

1737 ließ Ratskämmerer Rötger Salfeld, Sohn des Bürgermeisters Eckhard Salfeld, den repräsentativen Bau errichten. Von 1745 bis 1807 war das Haus Sitz des Stiftshauptmannes, später des Amtsgerichts. Heute finden hier regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt. Der Verein "UNESCO-Welterbestätten in Deutschland e.V." hat hier seinen Sitz.

Ratswaage (Kornmarkt 7)

In dem 1690 von Zimmermeister Martin Lange errichteten Fachwerkbau war bis 1850 die Ratswaage unter gebracht.

Ratsapotheke (Kornmarkt 8)

Bei der Umgestaltung der Rathausfassade wurde die dort befindliche Ratsapotheke 1615 abgebrochen und an die heutige Stelle verlegt. Im Mittelteil des Gebäudes befand sich vermutlich der erste Verwaltungssitz der um 1000 entstandenen Marktsiedlung. Die Kugel und die Jahreszahl 1477 an der Fassade erinnern an die Kämpfe zwischen Stift und Stadt unter Äbtissin Hedwig von Sachsen.

Ehemaliges Innungshaus der Schumacher
(Breite Str.51/52, Schuhhof)

Vom Markt gelangt man durch die schmalste Gasse Quedlinburgs in den Schuhhof. Hier, auf dem Hof des Schuhmacherinnungshauses, wohnten und arbeiteten die Schuhflicker der Stadt. Manche der kleinen, hoflosen Häuser des Schuhhofes besitzen noch heute alte herunter klappbare Läden, die, mit einem Stock abgestützt, eine perfekte Tischfläche bieten, um das Verkaufsgeschehen auf der Straße zu verlagern. Daneben findet man in vielen Häusern noch eine "Klön-Tür". Bei diesen alten zweigeteilten Türen wurde der untere Teil des Hauseingangs gegen Straßentiere versperrt, während die Tür oben z. B. für ein Gespräch mit dem Nachbar (klönen) geöffnet blieb.

Franziskaner – Kapelle (Schulstraße)

Der kleine gotische Bau ist der letzte Rest eines Franziskanerklosters. Nach der Einführung der Reformation entstand hier eine Lateinschule, aus der das Quedlinburger Gymnasium hervorging, das sich bis zum Abbruch der alten Klostergebäude hier befand.

Schreckensturm

Der Schreckensturm gehört zu den am stärksten ausgebauten Wehrtürmen an der Altstadtmauer. Sein Verlies wurde im Mittelalter als Stadtgefängnis genutzt. Der ursprünglich zur Stadtseite offene Schalenturm erhielt später einen Fachwerkeinbau mit Holzgalerie. Heute ist der Turm als Ferienwohnung eingerichtet.

Kirche St. Mathildis

Die katholische Pfarrkirche St. Mathildis wurde 1855 vom Kölner Dombaumeister Schmidt erbaut.

Hagen’sches Freihaus (Klink 11/Bockstr.6)

1564 ließ Freiherr Christoph von Hagen das Renaissanceschloss an der Grenze zwischen Altstadt und Neustadt errichten. Nach umfangreicher Sanierung sind die historischen Säle mit sehr schönen Kassettendecken wieder zugänglich.

St. Annen-Hospital (Zwischen den Städten 2-3)

Das Hospital war eine Stiftung der Quedlinburger Gewandschneider "Allen Elenden zu Nutz und Frommen". 1433 wurde es vom Weingarten an die heutige Stelle verlegt. Nach umfangreicher Sanierung in 2000/2001 gibt es hier heute altengerechte Wohnungen.

Kirche St. Nikolai

Die gotische Hallenkirche ist die Pfarrkirche der um 1200 entstandenen Ackerbürgersiedlung (Neustadt). Sie besaß einen romanischen Vorgängerbau, von dem nur geringe Reste erhalten sind. Die 72 m hohen Türme sind der Sage nach von dem Goldschatz erbaut worden, den ein Schäfer in der Feldflur gefunden hatte.

Börse (Steinweg 23)

Das ehemalige Gasthaus "Zur Börse" ist der letzte bedeutende Fachwerkbau, der im Quedlinburger Sonderstil errichtet wurde. 1683 wurde es von Zimmermann Andreas Besen erbaut.

Geburtshaus von Erxleben (Steinweg 51)

In diesem Haus wurde am 13. November 1715 Dorothea Christiane Erxleben geboren. 1754 promovierte Sie an der Universität Halle/Saale als erste Frau in Deutschland zur Doktorin der Medizin.

Stadttürme "Hinter der Mauer"

Am östlichen Abschnitt der Stadtmauer der Neustadt sind drei Wachtürme erhalten. Der Schweinehirtenturm wurde später in eine kleine Häusergruppe eingebaut und für Wohnzwecke genutzt. Der Gänsehirtenturm ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Der Turm "op’n Tittenplan" ist um 1900 verändert worden.

Jüdisches Gemeindehaus (Hölle 5)

Das 1614 erbaute Gebäude war von 1837 bis 1906 im Besitz der jüdischen Gemeinde. Der Saal im Obergeschoss wurde als Synagogen- und Versammlungsraum genutzt.

Alter Klopstock (Stieg 28)

Das Fachwerkhaus im niedersächsischen Stil wurde 1580 erbaut. Bauherr war Georg Weberling. 1744 erwarb Georg Wilhelm Klopstock, ein Verwandter des in Quedlinburg geborenen Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock, das Gebäude.

Geburtshaus von GutsMuths (Pölle 39)

Hier wurde 1759 Johann Christoph Friedrich GutsMuths geboren. Er wirkte 50 Jahre lang als Lehrer an der Salzmann-Schule in Schnepfenthal (Thüringen) und richtete dort den ersten Turnplatz in Deutschland ein. Sein Hauptwerk "Gymnastik für die Jugend" legte die Grundlage des Sportunterrichts an den Schulen fest.

Steinbrücke

Unter dem heutigen Straßenpflaster sind die Bögen einer etwa 85 Meter langen, steinernen Brücke erhalten, die zwei Nebenarme der Bode überspannte und eine trockene Zufahrt zum Markt sicherte. 1229 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.

Ständerbau (Wordgasse 3)

Die Urform des Fachwerkbaus stellt der Ständerbau dar, sogenannt, weil Pfeiler, Säulen oder Ständer dem Haus von der Grundschwelle bis zum Dach die notwendige Stütze geben. Das älteste vollständig erhaltene Haus dieser Bauform stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Das bis 1965 bewohnte Haus wird seit seiner Restaurierung als Museum genutzt, in dem Exponate die Entwicklung des Fachwerks darstellen. Am 10. Juli 1997 wurde der Ständerbau das Opfer eines nächtlichen Brandanschlages. Nach den Sanierungsarbeiten wurde der Ständerbau wieder eröffnet und kann wieder besichtigt werden.

Kirche St. Blasii

Die Kirche St. Blasii ist wahrscheinlich die älteste der Stadt. Seine heutige Form erhielt das achteckige Kirchenschiff zwar durch einen vollständigen Neubau um 1715, der romanische Turm lässt aber Schlüsse zu, nach denen die Kirche schon lange vor ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1231 bestand. Danach bildete sie schon um 1000 den Mittelpunkt einer der Siedlungen, aus denen die Altstadt Quedlinburg entstand. Im Inneren ist die barocke Saalkirche nach dem letzten Umbau mit vergleichsweise schlichter Ausstattung versehen worden. So erstrahlt lediglich der barocke Kanzelaltar in rötlich-weiß-goldenem Farbenspiel. Gestühl, Empore, Orgelgehäuse und die ornamentierte Stuckdecke erscheinen zurückhaltend, nach ihrer Sanierung aber edel. Heute wird die Kirche nicht mehr als Gotteshaus genutzt, sondern als Konzert- und Veranstaltungsraum.

Weißer Engel (Lange Gasse 33/Ecke Altetopfstraße)

Das Gebäude wurde vermutlich als Stiftsgasthof im 17. Jahrhundert am Eingang zum Westendorf (Stiftsbezirk) errichtet. Die bemerkenswerte Stuckdecke im Obergeschoss stellt die biblische Geschichte des Tobias (Altes Testament, Apokryphen) und Allegorien der fünf Sinne dar.

Finkenherd

An dieser Stelle soll der Überlieferung nach 919 der Sachsenherzog Heinrich beim Vogelfang die Königskrone angetragen bekommen haben. Auf der Grundlage dieser Legende verfasste Johann Nepomuk Vogl seine berühmte Ballade.

Klopstockhaus (Schlossberg 12)

Das Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock, unterhalb des Schlossberges gelegen, wurde um 1560 als repräsentatives Bürgerhaus im niedersächsischen Fachwerkstil gebaut. Es besitzt eine reichhaltig künstlerisch gestaltete Fassade sowie einen zweigeschossigen von Säulen getragenen Erker.
Von 1702 bis 1817 gehörte es der Familie Klopstock. Danach wechselten die Besitzer mehrfach. Auf Initiative des Klopstockvereins kaufte die Stadt das Haus und eröffnete darin 1899 das Memorialmuseum, heute Klopstockmuseum.

Ehemaliges Abteigut des Stiftes
(Schlossberg 11, heute Feininger-Galerie)

Das Abteigut des Frauenstiftes auf dem Quedlinburger Schlossberg dienste im 18. Jahrhundert als Kaserne für ein Regiment der Seydlitz-Kürassiere (Kürassierhof)

Schloss

König Heinrich I. ließ am Beginn des 10. Jahrhunderts auf diesem Sandsteinfelsen eine Pfalz errichten und machte sie zur wichtigsten Metropole des Reiches. Von 936 bis 1802 bestimmte das von seiner Witwe, Königin Mathilde, an der Grabstätte ihres Mannes gegründete reichsunmittelbare Frauenstift, von hier aus die Geschicke der Stadt. Heute befindet sich hier das Schlossmuseum.

Stiftskirche St. Servatius

Die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatius gehört zu den bedeutendsten Bauten der Romanik. Die 1129 geweihte, flachgedeckte Basilika besaß bereits drei Vorgängerbauten. 936 wurde hier König Heinrich begraben. Der monumentale Sandsteinbau zeigt sowohl an der Fassade als auch in der Ornamentik des Innenraumes starke lombardische Einflüsse. Die gotischen Formen des um 1320 über der Krypta errichteten Chors sind nur von außen sichtbar. Im Inneren versucht eine 1938 errichtete Apsiswand, den romanischen Gesamteindruck wiederherzustellen.
Das Turmpaar ist im Zuge der Restaurierungsarbeiten unter Ferdinand von Quast im 19. Jahrhundert errichtet worden. Nach Beschädigung durch amerikanischen Artilleriebeschuss 1945 erhielten die Turmhelme die heutigen flachen Zeltdächer. Der Innenraum wird durch Pfeiler und Säulen (niedersächsischer Stützenwechsel) gegliedert. Sie trennen Haupt- und Seitenschiffe. Im Westen begrenzt die sogenannte Kaiserloge den sakralen Raum. Im Osten führt eine Treppenanlage in den Hohen Chor und zu den Schatzkammern, in denen der
berühmte Domschatz zu sehen ist. Unter dem Chor liegt die Krypta mit den Gräbern des ersten deutschen Königspaares.

Münzenberg

Auf dem Münzenberg, dem Schlossberg gegenüber, drängeln sich etwa 60 kleine Fachwerkhäuser. 986 befand sich hier das Marienkloster, das einzige Frauenkloster der Stadt. Im Bauernkrieg 1524 – 1526 wurde das Kloster teilweise zerstört und von den Nonnen verlassen. Traditionell war das Bergplateau Wohngebiet der armen Leute; Ende des 16. Jahrhunderts siedelten sich Spielleute, Schausteller, Kesselflicker, Tagelöhner und Scherenschleifer an. Sie bauten ihre Häuser in die noch stehenden Mauerreste der Klosterkirche hinein. In diesem verwinkelten Häuserkomplex kann der Besucher noch heute den Schornstein der alten Klosterbäckerei erkennen. Die Münzenberger Musikanten, die sich als Wandermusikanten auf Hochzeiten, bei Taufen und Begräbnissen ihren Lebensunterhalt verdienten, lebten ebenfalls in diesem Stadtgebiet. Ihnen ist das Denkmal des Quedlinburger Bildhauers Dreysse auf dem Markt gewidmet.

Wiperti - Kirche

Südwestlich des Schlossberges liegt auf dem Gelände des Königshofs Heinrich I. die Wiperti - Kirche mit ihrer berühmten Krypta. Ihr Einbau erfolgte um 1000 in eine bereits zwischen 936 und 950 von Kanonikern (Chorherren) errichtete dreischiffige Basilika. Die mit ottonischen Pilzkapitellen und Bogennischen an den Wänden ausgestattete Umgangskrypta blieb auch nach dem Umbau der Oberkirche durch Prämonstratenser (1148) unverändert erhalten. Nach der Einführung der Reformation diente diese bis 1812 als evangelische Gemeindekirche, später als Scheune. Erst 1959 konnte sie nach mehrjährigen Instandsetzungsarbeiten wieder als katholische Pfarrkirche geweiht werden.

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