Sie befinden sich hier: Startseite » RATHAUS » Bekanntmachungen » Presse

Kontakt

Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: 03946 905 50
  • Fax: 03946 905 9500

Öffnungszeiten

Aktuell bereiten wir die Wiederöffnung der Verwaltungsgebäude vor und sind per Telefon, Mail und postalisch erreichbar.

Montag
9.00 - 13.00 Uhr

Dienstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Donnerstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 16.00 Uhr

Freitag
9.00 - 13.00 Uhr

Einwohnermeldestelle:

zusätzlich
jeden 1. Sonnabend im Monat
9.00 Uhr - 12.00 Uhr


Presse_Stadt_QLB | Startnews | Unsere Stadt

Zentralfriedhof verändert sein Erscheinungsbild - 225 Bäume gefällt

Zentralfriedhof verändert sein Erscheinungsbild - 225 Bäume gefällt
Zentralfriedhof, 225 Bäume waren abgestorben und mussten gefällt werden.

Auch der Quedlinburger Zentralfriedhof bleibt von den Folgen der Wetterextreme der zurückliegenden zwei Jahre nicht verschont. „Etwa 225 Bäume sind durch die Trockenheit eingegangen, überwiegend Serbische Fichten und Blaue Stechfichten“, informiert Ronald Wenzel, der für die drei städtischen Friedhöfe zuständige Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Etwa 190 Bäume haben die eigenen Mitarbeiter gefällt und beräumt. Für 30 Bäume musste eine Fachfirma, die auch klettert, beauftragt werden. „Der Friedhof ist dicht mit Gräbern bestückt und zahlreiche Besucher kommen hierher“, erklärte Herr Wenzel. Im Februar müssen noch etwa 35 Bäume gefällt werden. Wahrscheinlich werden weitere 150 bis 200 Bäume, vorwiegend Nadelbäume, im kommenden Jahr absterben. Das Fällen ist das ein, aber es fällt auch viel Material, Holz und Äste, an, das beräumt und entsorgt werden muss. „Die Stubben können nur zum Teil ausgefräst werden“, erläutert der Verwalter. „Das ist mit enormem Aufwand und Kosten verbunden.“ Nach dem Fräsen muss der Boden ausgetauscht, aufgefüllt und wieder Rasen eingesät werden. Das machen unsere eigenen Leute, drei Mitarbeiter, unterstützt von zwei Mitarbeitern der Lebenshilfe auf einem Außenarbeitsplatz. „Wir achten sehr darauf, dass es für den Friedhof verträglich ist“, sagt Ronald Wenzel. Schließlich kommen viele Besucher und es finden Beisetzungen statt.
Das Fällen der Bäume ist ein starker Eingriff in das Erscheinungsbild des Friedhofes. Aber die Veränderungen spielen uns auch in die Hände. Die Friedhofsverwaltung hatte 2018 eine Rahmenkonzeption beauftragt, wie der Friedhof nach historischem Vorbild wiederentstehen soll. Grundlage bilden die Pläne von 1904, 1905 und 1906, mit denen Gartenarchitekt Hans Pietzner den Friedhof als Landschaftspark geplant habe – nicht als Waldfriedhof.
„Dadurch, dass die Bäume absterben, sind wir in der Umsetzung der Planung schneller, als erwartet“, erklärt Roland Wenzel.
Der Rahmenplan ist die Entscheidungsgrundlage, wo perspektivisch neue Bäume nachgepflanzt und welche Arten es sein werden. Die historische Wegeführung wird beachtet. Sie entspricht dem ursprünglichen Plan, ebenso die wie Grabfelder. „Diese Grundstruktur bleibt auch so, doch in verschiedenen Felder wird es andere Nutzung geben“, erläutert der Verwalter.
Konzipiert war der Friedhof für Erdbestattungen. Das Krematorium wurde 1924 gebaut. Erst danach gab es Urnenbestattungen. Heute finden noch etwa 20 Erdbestattungen pro Jahr und etwa 700 Urnenbeisetzungen statt. Diese Veränderung der Bestattungskultur verändert auch den Friedhof. Den Wünschen nach individuellen Bestattungsformen, mit Urnengemeinschaftsanlagen, Reihen- und Wahlgräbern, Baumbestattung, soll entsprochen werden.


Quedlinburg, den 14. Februar 2020

Herausgeber:
Welterbestadt Quedlinburg, Öffentlichkeitsarbeit, Sabine Bahß
06484 Quedlinburg, Markt 1
Telefon: 03946/905522
pressestelle@quedlinburg.de

© Sabine Bahß E-Mail

Zurück | drucken