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Welterbestadt Quedlinburg
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Welterbestadt Quedlinburg verleiht Ehrenbürgerrecht und ernennt Ehrenstadträte

Festsitzung am  3. Oktober 2019 ©Jürgen Meusel
Festsitzung des Stadtrates am 3. Oktober 2019

Am 3. Oktober 2019 gedachte und feierte der Quedlinburger Stadtrat in einer Festsitzung gemeinsam mit Bürgern und Gästen der Stadt das 30jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution.
Schon zu Beginn war bei vielen der Anwesenden die Freude darüber zu spüren, dass die Diktatur bezwungen wurde, die Freude, bei diesem Stück Weltgeschichte dabei gewesen zu sein - und nicht nur dabei, sondern oftmals auch gestaltend. Freude auch über die vielen ungewöhnlichen Bekanntschaften und Freundschaften, die diese Zeit des Aufbruchs möglich machte. Doch es mischte sich, mehr als bei den Feierlichkeiten zu den Jahrestagen vor fünf und zehn Jahren, auch Sorge um die damals errungene Demokratie in die gesprochenen Worte. So stellte Hans Jaekel ein Zitat von Dag Hammerskjöl, dem ersten UN Generalsekretär, fast an den Anfang seiner Festrede: "Mein erstes Gebet ist nicht die Bitte um den Sieg, es ist die Bitte um Frieden." Entgegen oder gerade wegen der aktuellen nationalen wie weltpolitischen Probleme müsse eine solche Haltung ein versöhnender Türöffner sein. In der Weltpolitik mit ihrer Demokratie wie auch im Kommunalen gelte: „Es geht in der Politik nicht ums Siegen. Es geht um den Frieden untereinander.“
Damit spannte er den Bogen vom heute zurück zum Ende der 1980er Jahre, in denen die politischen Erfolge friedlich errungen wurden. In Streiflichtern erinnerte er an die Entwicklung im Untergrund, auf den Straßen, in den Betrieben und in den Forschungseinrichtungen - und an die Vielfalt der beteiligten Personen. Fast wie ein Fazit sagte er: „In Freiheit und politischer Vielfalt Quedlinburg entwickeln zu können, ist das größte Geschenk, dass wir alle immer wieder auspacken dürfen.“ So war der Festakt nicht nur ein Rückblick ins Jahr 1989, sondern auch Erinnerung daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, nach Achtsamkeit im Miteinander verlangt und jede Zeit aufs Neue gestaltet werden muss.

Für solche gestaltenden Leistungen konnten Stadtratsvorsitzende Dr. Sylvia Marschner und Oberbürgermeister Frank Ruch während der Festsitzung die Ehrenbürgerwürde verleihen und drei langjährige Stadträte zu Ehrenstadträten ernennen.

Mit der Ehrenbürgerwürde, der höchste Ehrung die die Welterbestadt Quedlinburg zu vergeben hat, wurde während der Festsitzung des Stadtrates Professor Doktor Manfred Neumann geehrt. Damit würdigte die Stadt nicht nur seine Verdienste als Anstaltsleiter der Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ). Neumann hatte die BAZ von 1996 bis 2004 geleitet. Unter seiner Ägide wurde der Neubau auf dem Moorberg (Erwin-Baur-Str. 27) geplant und die Zusammenführung verschiedener Standorte der Züchtungsforschung umgesetzt. Bei der Transformation hin zum heutigen Julius-Kühn Institut, bei der er sich, so Laudator und langjähriger Kollege Dr. Günter Schumann, u.a. dadurch hervortat, scheinbar unlösbare Herausforderungen zu bewältigen. In der Wendezeit engagierte sich Prof. Neumann aktiv am Runden Tisch der Stadt und war erster Vorsitzender des neu gegründeten wissenschaftlichen Institutsrates.

Zwei weitere Ehrungen erhielten Dieter Schmidt (SPD) und Volker Kriseleit (Die Linke):
Für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Stadträte wurden sie zu Ehrenstadträten ernannt. Volker Kieseleit gehörte von 1999 bis 2019 dem Stadtrat an. Ab 2004 war er Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Aufsichtsrat der Stadtwerke. Dieter Schmidt gehörte von 1990 bis 2019 dem Stadtrat als Vorsitzender des Bauausschusses an und war von 1998 bis 2009 Vorsitzender des Stadtrats.
Auch Udo Sporleder, der nicht an der Festsitzung teilnehmen konnte, wurde als Ehrenstadtrat geehrt. Er gehörte dem Rat von 1999 bis 2019 an.

 

© Sabine Bahß E-Mail

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