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Buchensterben im Brühl - zwei Wege gesperrt

Sperrung im Brühl ©Welterbestadt Quedlinburg, Sabine Bahß
- Mit Hilfe von Absperrgittern und Hinweisschildern: Weg zwischen Abteigarten und Stern sowie der Abschnitt zwischen Stern und Klopstockdenkmal ist gesperrt.

Zwei Wege im Brühl sind seit dem 6. September2019 gesperrt. Grund dafür sind abgestorbene, stark geschädigte Bäume und eine nicht mehr zu gewährleistende Verkehrssicherheit für die Wege zwischen Abteigarten und Stern sowie zwischen Stern und Klopstockdenkmal.
„Wir haben ein massives Buchenstreben, etwa die Hälfte der meist 150 Jahre alten Bäume in Waldteil des Quedlinburger Stadtparks sind betroffen“, so die Einschätzung von Kai Wiebensohn, beim Bauhof für das Stadtgrün zuständig, und der Baumschutzbeauftragten, Sabine Meinert. Innerhalb des zurückliegenden Vierteljahres hat sich die Situation der Bäume hier dramatisch verschlechtert. 40 bis 50 Prozent der Buchen im Brühl sterben oder sind massiv geschädigt.
Die Bäume konnten weniger Laub ausbilden, ganze Kronen, Äste und Früchte vertrocknen. Erste Bäume sind komplett abgestorben. Als Ursache vermuten die beiden Bauhof-Mitarbeiter die Wetterextreme in 2018 und 2019, die enorme Trockenheit in Verbindung mit hohe Temperaturen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für Quedlinburg wird mit 500 Liter pro Quadratmeter angegeben. 2018 sind nur 292 und in diesem Jahr bisher nur 278 Liter je Quadratmeter gefallen. Die Niederschläge fehlten in der Vegetationsphase und die Hitze hat den Bäumen viel abverlangt. Deutlich mehr Sonnenstunden im Juni und deutlich höher Temperaturen. „Da verdunste eine alte Buche 400 bis 500 Liter Wasser am Tag“, schätzt Kai Wiebensohn. Vermutlich hat sich die Wasserversorgung für die Bäume verschlechtert. Die relativ flach wurzelnden Buchen können sich nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen und die alten Bäume sind nicht in der Lage kurzfristig auf die Veränderungen zu reagieren. „Aber das sind alles Vermutungen.“
Gestresste Bäume werden schneller krank. Ein weiteres Problem ist der Kleine Buchenborkenkäfer aber auch andere Insekten und verschiedene Pilze. „An den Bäumen sind Bohrlöcher, Bohrmehl, Schleimfluss und schwarze Flecken an der Rinde zu erkennen.“
Das Buchensterben ist inzwischen zu einem deutschlandweiten Problem geworden. Das Holz der abgestorbenen Buchen wird schnell spröde. Große Äste und ganze Kronen können abbrechen, Rindenplatten sich lösen und herunterstürzen.
Wie mit der Situation im Brühl weiter umzugehen ist, muss noch entschieden werden. Hier gibt es hohe Auflagen des Natur- und Denkmalschutzes. Der Park ist ein Gartendenkmal, Trinkwasserschutzgebiet und die alten Bäume sind voller Nisthöhlen und Lebensraum für viele unterschiedliche Lebewesen. Die Frage der Verkehrssicherheit ist von hoher Bedeutung. „Es ist schwer eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird“, so Kai Wiebensohn. Dem Brühlpark stehen erhebliche Veränderungen bevor, die mit Einschränkungen für die Öffentlichkeit verbunden sein könnten.


Quedlinburg, den 13. September 2019

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© Sabine Bahß E-Mail

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