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Quedlinburg Information der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH
  • Markt 4
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: +49(3946)905-624
  • Fax: +49(3946)905-629

Öffnungszeiten

April bis Oktober

Mo-Sa 9:30 - 18:00 Uhr
So 10:00 - 15:00 Uhr

November – März

Mo-Do 9:30 - 17:00 Uhr
Fr-Sa 9:30 - 18:00 Uhr

Gesonderte Öffnungszeiten im Advent sowie an verschiedenen Sonn- und Feiertagen.

Übernachtung online

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Artikel (de) | Themen

Dorothea Christiane Erxleben - Ein ganz normales Ausnahmeleben

Quedlinburg – Stadt der starken Frauen

Dr. Dorothea Christiana Erxleben – »Ein ganz normales Ausnahme-Leben«

 

 

Dr. Dorothea Christiana Erxleben (1715 –1762) wurde im Haus Steinweg 51 (heute: Erxleben-Hotel) geboren und promovierte 1754 an der medizinischen Fakultät der Universität Halle. Damit ist sie in Deutschland die erste Frau, die einen medizinischen Doktortitel erwarb und die uneingeschränkt eine medizinische Praxis führen durfte. Fast 150 Jahre mussten vergehen, bis die nächste Frau für den Arztberuf zugelassen wurde. Auf der Grundlage einer fundierten theoretischen und praktischen Ausbildung durch ihren Vater, den Arzt Christian Polycarp Leporin, und der Förderung durch die Rektoren des Quedlinburger Gymnasiums sowie durch autodidaktische Studien war es ihr gelungen, ein umfangreiches Allgemeinwissen, Sprachkenntnisse und eine dem Forschungsstand der Zeit entsprechende medizinische Bildung zu erwerben. Ihren Wunsch, einen Universitätsabschluss zu erhalten, konnte sie sich trotz der 1741 erlangten königlichen Sondererlaubnis Friedrichs II. aus familiären Gründen nicht erfüllen. Durch ihre Heirat 1742 hatte sie Mutterpflichten für fünf Stiefkinder, wozu noch vier eigene kamen, und die umfangreichen Pflichten einer Pfarrfrau übernommen. Trotzdem behandelte sie weiterhin Kranke, die ihre Hilfe suchten, bis eine diesbezügliche Beschwerde dreier Quedlinburger Ärzte sie veranlasste, nun die akademische Graduierung nachzuholen. Deshalb reagierte sie auf die Beschwerde selbstbewusst mit der Vorlage ihrer Dissertation. Bis zu ihrem frühen Tode 1762 in Quedlinburg behandelte sie weiterhin Kranke mit Erfolg und bewies damit auch praktisch die Argumente ihrer frühen Publikation, dass gleiche Bildungsmöglichkeiten für das weibliche Geschlecht notwendig und auch erfolgreich sind. Durch ihre Werke und ihre Leistung wurde sie zu einem vielzitierten Vorbild in der Geschichte der Frauenbildung und -emanzipation. Quedlinburg ehrt diese außergewöhnliche Frau auch durch eine Dauerausstellung im Klopstock-Museum. Passend zum Themenjahr »Frauen im 18. Jahrhundert« wurde die  Ausstellung 2008 inhaltlich und gestalterisch erneuert. Im Rahmen der  Landesinitiative »Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert« zeigt sich sie sich nun in der »Stadt der starken Frauen« in neuem Glanz.

 

Die Ausstellung wird gefördert durch das Land

Sachsen-Anhalt und die Stiftung der Kreissparkasse Quedlinburg

 

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