Sie befinden sich hier: Startseite » UNSERE STADT » Wohnen & Sanieren » Förderprojekte

Kontakt

Welterbestadt Quedlinburg
  • Markt 1
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: 03946 905 50
  • Fax: 03946 905 9500

Öffnungszeiten

Aktuell bereiten wir die Wiederöffnung der Verwaltungsgebäude vor und sind per Telefon, Mail und postalisch erreichbar.

Montag
9.00 - 13.00 Uhr

Dienstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Donnerstag
9.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 16.00 Uhr

Freitag
9.00 - 13.00 Uhr

Einwohnermeldestelle:

zusätzlich
jeden 1. Sonnabend im Monat
9.00 Uhr - 12.00 Uhr


Unsere Stadt

Entwicklung und Neuausrichtung des Stiftsbergs Quedlinburg

[(c): Welterbestadt Quedlinburg]

Der Quedlinburger Stiftsberg als herausragender Ort deutscher Geschichte mit dem Siegel des UNESCO Welterbes steht vor einer umfangreichen Modernisierung.
Mit Hilfe von Fördermitteln des Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der EU, des Landes und des Bundes wird in den kommenden Jahren die Voraussetzung für eine zeitgemäße Präsentation von Schlossmuseum und Stiftskirche wieder als historische Einheit erlebbar macht.
Im Rahmen des EFRE-Projekts ist primär die Bestandssicherung und -sanierung des Schlosses geplant. Dabei sollen gleichzeitig die Voraussetzungen für eine verbesserte museale Nutzung des Gebäudeensembles geschaffen werden. Mit behutsamer Anpassung der Bausubstanz an die Anforderungen der Barrierefreiheit und des Brandschutzes werden die Voraussetzungen für die Umsetzung einer neuen zeitgemäßen Museumskonzeption geschaffen. Ergebnis der Maßnahmen soll eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Museums und des Stiftsberges sein um den Besuchern die besondere historische Bedeutung des Stiftes Quedlinburg und der erhaltenen Stiftsbauten mit deren Ausstattung zu vermitteln.

geplante Bauzeit:  2020 bis Ende 2021
geplante Gesamtkosten:  ca. 9.5 Millionen Euro davon 80 Prozent Förderung (entspricht ca. 7.6 Millionen Euro)


Projektinhalt:
Stiftskirche St. Servatii: 
- statische Ertüchtigung / Sicherung / Instandsetzung:
- Dach Mittelschiff
- Fassade Hoher Chor
- Fassade Hoher Gaden Nord und Süd
- Dächer Seitenschiffe Nord und Süd
- Fassade nördliches Seitenschiff
- Bestandssicherungen in Teilbereichen des Innenraums 

Stiftsgebäude, Süd- und Westflügel außen: 
- statische Ertüchtigung Dachkonstruktion
- Vervollständigen Fassadenkonzept  

Stiftsgebäude innen:
- bauliche Vorbereitung für Integration des neuen Museumskonzepts

Jägergarten:   
- statische Sicherung Stützmauer   

Torhaus / Dechanei:
- Herrichten zum Verwaltungsbereich des Museums 


Bauverlauf
Im Juni 2019 wurde am Residenzbau - dem Nordflügel mit den Repräsentationsräumen - ein erster Bauabschnitt fertiggestellt, bei dem bereits ein Teil des Dachstuhles, der Fassade und die Stuckdecke im größten Saal das Damenstiftes restauriert werden konnte.
Seit Ende November 2019 setzte die Welterbestadt Quedlinburg im Rahmen der Förderung Nationale Projekte des Städtebaus in einem 2. Bauabschnitt die Sanierung fort. Die Fassade des Schlafhauses sowie der westliche Teil des Dachstuhles des Nordflügels werden saniert. Der jetzige, mit der Gerüststellung sichtbare Baustart des 2. Bauabschnittes freut alle Beteiligten, die seit Jahren um den Erhalt und die Sanierung des Stiftsbergensembles bemüht sind. Gleichzeitig werden damit die baulichen Grundvoraussetzungen geschaffen, um in einem weiteren Schritt mit dem Innenausbau und der Gestaltung eines neuen Museums zur Geschichte des Damenstiftes und der Stadt Quedlinburg beginnen zu können.
Die Baumaßnahmen im Inneren der Gebäude folgen als 3. Bauabschnitt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ab März 2020.


geschichtlicher Hintergrund
919 stand dieser Ort im Zentrum der deutschen Geschichte. Sachsenherzog Heinrich soll hier von seiner Wahl zum deutschen König erfahren haben. Er wurde in Fritzlar zum König erhoben. Doch seine Lieblingspfalz war Quedlinburg. Hier wurde er 936 bestattet und seine Witwe Mathilde gründete zu seinem Andenken ein reichsunmittelbares Damenstift. Die führende politische und ökonomische Stellung des Reichsstiftes Quedlinburg zeigt sich an der großen Anzahl von Aufenthalten deutscher Kaiser und Könige. Diese hielten hier am liebsten ihre Osterhoftage ab und feierten damit das wichtigste christliche Fest in Quedlinburg. Als Otto III. 994 Äbtissin Mathilde das Markt-, Münz- und Zollrecht verleiht, wird Quedlinburg in der Urkunde als Metropole bezeichnet. Die Äbtissinnen hatten zu dieser Zeit den Status von Reichsverweserinnen: Während die Kaiser auf Feldzügen die Reichsgrenzen verteidigten, oblag der Äbtissin die Verwaltung des Reiches. Stiftskirche und Schlossgebäude wuchsen und wurden baulich häufig verändert. Obwohl die politische Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte schwand, bestand das Damenstift bis 1802.


Ein Besuch des Stiftsbergs lohnt:
Der Stiftsberg, die Stiftskirche, die Gastronomie sowie der Barockgarten bleiben während der gesamten Bauzeit geöffnet. Der Aufstieg erfolgt jedoch ausschließlich über die Pastorentreppe auf der Nordseite des Berges. Hinweisschilder weisen den Besuchern den Weg.

 

© Sabine Bahß E-Mail

Zurück | drucken