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Quedlinburg Information der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH
  • Markt 4
  • 06484 Quedlinburg
  • Sachsen-Anhalt

  • Tel: +49(3946)905-624
  • Fax: +49(3946)905-629

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober

Mo-Do 9:30 - 18:30 Uhr
Fr-Sa 9:30 - 20:00 Uhr
So 9:30 - 14:00 Uhr

November – April

Mo-Fr 9:30 - 17:00 Uhr
Sa 9:30 - 14:00 Uhr

Gesonderte Öffnungszeiten im Advent sowie an verschiedenen Sonn- und Feiertagen.

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"Papier - Kunst - Geschichte" Alte Kirche
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Wo: Marktplatz in Quedlinburg

Es duftet nach Glühwein, Zimtsternen und Lebkuchen... Bewundern Sie die große erleuchtete Tanne au...
Kunst, Kultur und Literatur

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Bauhaus am Schlossberg 30 Jahre Feininger Galerie Quedlinburg / verlängert bis 09.01.2017.
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"Feininger in Quedlinburg" / "Die Jubiläumsausstellung" / "30 Meisterwerke. Die Kupferstichsammlung...
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Die Altstadt

Fachwerk Schuhhof, Foto: Jürgen Meusel

994 verlieh Otto III., seiner Tante Mathilde , Äbtissin des Frauenstifts auf dem Schloßberg, das Markt-, Münz- und Zollrecht. Es wurde zur Geburtsurkunde der Stadt Quedlinburg.Im Bereich um die heutige Marktkirche entstand ein ottonischer Markt, der schon bald die ihn umgebende Mauer sprengte und eine Erweiterung in Richtung des heutigen Marktplatzes nötig machte. Den neuen Mittelpunkt der rasch wachsenden Marktsiedlung bildete das heute noch stehende, 1310 erstmalig erwähnte Rathaus. Nach und nach wurden auch die bäuerlichen Ansiedlungen um die Blasii- und Ägidiikirche sowie das Word- und das Pöllenviertel von einer Stadtmauer umgeben. 1426 trat die aufstrebende Stadt der Hanse bei und versuchte im gleichen Jahrhundert sich aus der Abhängigkeit vom Stift zu lösen. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen blieb Quedlinburg bis 1802 dem Frauenstift unterstellt. Ackerbau, Viehzucht und Handwerk ernährten die Bürgerschaft. Im 19. Jahrhundert brachte die Saatzucht der Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und machte Quedlinburg über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Gigapixel Panorama KornmarktKornmarkt


Sehenswertes in der Altstadt

Marktkirche St. Benedikti
Sie bildet den Mittelpunkt der um 1000 entstandenen Kaufmannssiedlung. Die spätgotische Hallenkirche hatte bereits einen romanischen Vorgängerbau, von dem das Westwerk erhalten ist. Vom Turmpaar ist nur der nördliche Turm erhalten, sein Pendant wurde durch Blitzschlag zerstört. Der gotische Neubau erfolgte vom hohen Chor aus, der auch die höchste baukünstlerische Qualität besitzt. Die Inneneinrichtung zeigt barocke Elemente. Im südlichen Seitenschiff ist ein gotischer Altar erhalten. Im Norden befindet sich die Kalandskapelle. Die Marktkirche ist eine evangelische Pfarrkirche.

Audioguide Marktkirchhof

Katholische Pfarrkirche St. Mathildis
Die Mathildenkirche wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts vom damaligen Kölner Dombaumeister Schmidt errichtet. Sie steht im Neuendorf neben dem Nordharzer Städtebundtheater. Ihre Fundamente ruhen auf einem Rest der Stadtmauer.

Kirche St. Ägidii
Die Ägidiikirche war einst Pfarrkirche des später eingemeindeten Dorfes Nördlingen. Sie lag an einer wichtigen Ausfallstraße in unmittelbarer Nähe der Stadtmauer. Vermutlich war ihr Turm in das Verteidigungssystem der Stadt eingebunden. Die Ägidii Kirche hat wie alle Quedlinburger Pfarrkirchen verschiedene Um- und Ausbauten erlebt. Hinter der gotischen Außenhaut verbirgt sich eine zauberhafte Rokoko-Innenausstattung in Weiß und Gold. Der Flügelaltar stammt aus dem 15. Jahrhundert und zeigt in der Predella musizierende Engel. Um die Kirche herum sind noch einige schöne Grabmale des ehemaligen Friedhofs erhalten. Außer zu gelegentlichen Taize-Gebeten wird die Kirche leider nicht mehr genutzt. Die KIrche ist jeweils samstags in der Zeit von 15.00 Uhr - 18.00 Uhr (März-Oktober) zu besichtigen. Wir danken für Ihr Interesse!

Audioguide Ägidiikirchhof

Kirche St. Blasii
Die Kirche St. Blasii ist wahrscheinlich die älteste der Stadt. Seine heutige Form erhielt das achteckige Kirchenschiff zwar durch einen vollständigen Neubau um 1715, der romanische Turm lässt aber Schlüsse zu, nach denen die Kirche schon lange vor ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1231 bestand. Danach bildete sie schon um 1000 den Mittelpunkt einer der Siedlungen, aus denen die Altstadt Quedlinburg entstand. Im Inneren ist die barocke Saalkirche mit vergleichsweise schlichter Ausstattung versehen worden. So erstrahlt lediglich der barocke Kanzelaltar in rötlich - weiß - goldenem Farbenspiel. Gestühl, Empore, Orgelgehäuse und die ornamentierte Stuckdecke erscheinen zurückhaltend, nach ihrer Sanierung aber edel. Heute wird die Kirche nicht mehr als Gotteshaus genutzt, sondern als Konzert- und Veranstaltungsraum. Die Kirche lädt 14 tägig zu Taizé-Andachten ein; ein Förderkreis engagiert sich für die Wiederbelebung und öffnet die Kirche im Zeitraum März bis Oktober jeweils sonnabends 15 - 18:00 Uhr.

360°-Panorama Blasiikirche360°-Panorama Blasiikirche

 

 

 

Schreckens-Turm
Der Schreckensturm gehört zu den am stärksten ausgebauten Wehrtürmen an der Altstadtmauer. Sein Verlies wurde im Mittelalter als Stadtgefängnis genutzt. Der ursprünglich zur Stadtseite offene Schalenturm erhielt später einen Fachwerkeinbau mit Holzgalerie. Heute ist der Turm als Ferienwohnung eingerichtet.

Rathaus
Das Rathaus wurde 1310 urkundlich erstmals erwähnt. Am Anfang des 17. Jahrhunderts ist es im Stil der Renaissance umgebaut worden. Aus dieser Phase stammt auch das repräsentative Eingangsportal mit dem Stadtwappen darüber. Zwischen 1899 und 1901 erfolgte der Anbau von zwei Seitenflügeln. Sehenswert sind der im Stil der Gründerzeit mit Wandgemälden zur Stadtgeschichte ausgestattete Stadtverordneten-Sitzungssaal (Festsaal) und das große von der Wüstenrot-Stiftung finanzierte Stadtmodell im Erdgeschoß. Der 1477 zerstörte steinerne Roland wurde 1869 wieder errichtet und steht an der Marktfassade neben der Freitreppe. Das Rathaus ist noch heute Sitz der Quedlinburger Stadtverwaltung.

Virtueller Rundgang durch das Quedlinburger RathausVirtueller Rundgang durch das Quedlinburger Rathaus

 

 



Haus Grünhagen (Markt 2)
Das stattliche Bürgerhaus wurde im 18. Jahrhundert von der Kaufmannsfamilie Kranz bewohnt. Eine Umgestaltung erfolgte 1786. Seinen Namen erhielt das Haus nach einem späteren Besitzer, dem Tuchfabrikanten Grünhagen. Im Erdgeschoss ist der Sitz der Quedlinburg - Information.

Ratswaage (Kornmarkt 7)
In dem 1690 von Zimmermeister Martin Lange errichteten Fachwerkhaus war bis 1850 die Ratswaage untergebracht.

Ratsapotheke (Kornmarkt 8)
Bei der Umgestaltung der Rathausfassade wurde die dort befindliche Ratsapotheke 1615 abgebrochen und an die heutige Stelle verlegt. Im Mittelteil des Gebäudes befand sich vermutlich der erste Verwaltungssitz der um 1000 entstandenen Marktsiedlung. Die Kugel und die Jahreszahl 1477 an der Fassade erinnern an die Kämpfe zwischen Stift und Stadt unter Äbtissin Hedwig von Sachsen.

Palais und Wohnhaus der Familie Salfeld (Kornmarkt 5 und 6)
1737 ließ der Ratskämmerer Rötger Salfeld das imposante Stadtpalais mit der massiven Sandsteinfassade und prachtvollen Stuckdecken im Inneren errichten. Es diente ausschließlich repräsentativen Zwecken (Musiksaal in der ersten Etage). Von 1745 bis 1807 war es Sitz des Stiftshauptmanns und später des Amtsgerichts, Das angrenzende Gebäude im Rokokostil (Kornmarkt 6) wurde von der Familie Salfeld als Wohnhaus genutzt.
Die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz hat beide Gebäude erworben und aufwändig saniert.
Im Hof entsteht ein großes Kongreß- und Tagungszentrum. Im Palais finden Konzerte und Ausstellungen statt.

Hagensches Freihaus (Bockstraße 6 / Klink 11)
1564 ließ Freiherr Christoph von Hagen an der Grenze zwischen der Altstadt und Neustadt ein Stadtschloss mit Türmen und Erkern errichten, das sich stilistisch an die herrschaftliche Renaissance- Architektur der Schlossgebäude anlehnt. Auch im Inneren haben sich mit hölzernen Kasettendecken und geschnitzten Türen Renaissanceelemente erhalten. Das Hagensche Freihaus ist nach seiner Sanierung zu einem Hotel umgestaltet worden.
Höllenhof (Hölle 11)

Schuhhof
Vom Markt aus gelangt man durch den Schuhhof, ein sehenswertes kleines Handwerkerviertel, in die Hölle. Der von einer gewaltigen Sandsteinmauer mit später aufgesetztem Fachwerk gegen die Straße abgeschirmte Gebäudekomplex wird bereits vor 800 Jahren urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten steinernen Profanbauten der Stadt. Der Name ist möglicherweise von einer sogenannten "schwarzen Küche" im Inneren des Gebäudes abgeleitet, die aber nicht aus der Bauzeit des Hauses stammen soll.

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